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5 gute Gründe Freelancer zu beschäftigen

Monday, January 25th, 2010
  1. Geschwindigkeit
    Freelancer arbeiten für sich und meist ohne feste Arbeitszeiten. Eine auf 40-Stunden limitierte Arbeitswoche ist den meisten Freelancern fremd. Deshalb können dringende Projekte unter Umständen viel schneller umgesetzt werden. Desweiteren nehmen die meisten Freelancer nur eine überschaubare Menge Kundenaufträge an, um jedem Kunden und deren Projekten angemessene Aufmerksamkeit schenken zu können.
  2. Qualifikation
    Für jedes Projekt kann exakt qualifizierte Arbeitskraft genutzt werden. So entfallen lange Zeiten der Einarbeitung, die Zeit kostet und die der Auftraggeber gegebenenfalls vergüten müsste.
  3. Kosten
    Im Gegensatz zu Agenturen haben Freelancer viel geringere Ausgaben, da sie z.B. oftmals kein gesondertes Büro oder Personal beschäftigen. Aber nicht nur deshalb zahlt der Auftraggeber nur die tatsächliche Leistung: Da nur die Arbeitsstunden vergütet werden, entfallen auch Kosten für Ausfall-, Pausen- oder Wartezeiten.
  4. Erfahrung
    Freelancer haben, zumindest was das Arbeiten mit verschiedenen Kunden, Projekten und Firmen angeht, meist viel Erfahrung. Sie haben viele verschiedene Arten und Weisen gesehen, Projekte umzusetzen. Sie haben ein breites Spektrum von Menschen in der Branche nicht nur kennen gelernt, sondern auch von ihnen abgeguckt. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen können viel neuen und sinnvollen Input einbringen.
  5. Direkte Kommunikation
    Ein einziger Ansprechpartner, der für den Arbeitsablauf verantwortlich ist, der alle Zusammenhänge kennt und einem immer sofort weiter helfen kann. Keine Warteschlangen-Melodien, kein “Den gleichen Sachverhalt 5 Leuten nacheinander erklären” und keine “Das war mein Kollege”-Ausreden. Klingt doch fast zu schön um wahr zu sein!

Natürlich soll das nicht heißen, man soll sein fest angestelltes Team raus kicken und durch einen Haufen Freelancer ergänzen. In den meisten Firmen sind festangestellte Mitarbeiter unerlässlich. Außerdem sieht der Gesetzgeber vor, Vollzeit-Beschäftigungen auch als diese zu entlohnen (siehe Scheinselbständigkeit für mehr Informationen).
Für Start ups, deren Budget geschont werden will, die möglichst flexibel bleiben müssen und/oder bei denen zumindest anfangs keine durchgehende Beschäftigung anfällt, kann die Zusammenarbeit mit Freelancern durchaus sinnvoll sein. Auch bei Projekten, für die man ggf. eine Agentur verpflichten müsste oder das festangestellte Personal nicht ausreichend oder effizient qualifiziert ist, können freie Mitarbeiter einen wertvollen, leistungs- und kostenorientierten Beitrag leisten.

Wann haben dich deine Mitarbeiter das letzte mal begeistert?

Monday, September 21st, 2009

Wenn die Antwort hier nicht “Erst heute” heißt: Buckle up! Wir haben viel zu tun.

Es ist deine Firma. Niemand kann sich dafür mehr begeistern als du selbst. Wenn du selbst von deinen Mitarbeitern nicht begeistert bist, wie sollen sich deine Kunden für diese begeistern??

Stellen wir uns einmal vor, dass Jeder, der dein Geschäft betritt oder eure Zentrale anruft, begeistert ist. Nicht nur zufrieden, sondern tatsächlich begeistert. Was würde den Kunden dann noch von einem Kauf abhalten, wenn das Produkt und der Preis stimmt? Genau! Garnichts. Begeisterung für etwas oder jemanden ist ein zentraler Punkt für eine Kaufentscheidung.

Für dich heißt das: Aussortieren. Das mag hart klingen, aber du bist Unternehmer. Unternimm was!
Es gibt diese Menschen, die es einfach schaffen, jeden zu begeistern. Konzentriere dich genau darauf, diese Personen zu finden. Verschwende deine Zeit nicht damit, aus einer Kuh einen Elefanten zu machen – es gibt genug Elefanten da draußen, die nur darauf  warten, von dir entdeckt zu werden. Sie werden sich für dich und dein Unternehmen einsetzen, alles daran setzen, erfolgreich zu sein – und dir zufriedenere Kunden und  neue Kunden bescheren.

Ich kenne Unternehmer, die ein Restaurant aufmachen, aus 10 Bewerbern 4 Kellner aussuchen, und denken “So, das wäre geschafft.”
Recruitment ist ein ständiger Prozess. Höre niemals auf, nach gutem Personal zu suchen. Das heißt das du, wo immer du bist und was immer du machst, die Augen offen halten musst. So kenne ich z.B. einen Versicherungsmakler, der seinen Assistenten-Job mit der Sprechstundenhilfe seines Zahnarztes besetzt hat. Weil er bei seinem Termin so begeistert von ihr war, dass er sie unbedingt an Bord haben wollte.  Einfach lies sie sich auch nicht abwerben – er hat ihr ganze 20% mehr Geld angeboten, bevor sie zugesagt hat. Jetzt, nach ca. 2 Jahren, freut er sich immer noch wie ein kleines Kind, wenn man ihn nach seinem “Fund” fragt. Ob er zufrieden ist? Er ist begeistert! Und seine Kunden auch. Was sind schon 20% mehr Lohn, wenn du die Wahl hast zwischen Mittelklasse und Top? Was ist nun Geldverschwendung; die 20% mehr Gehalt für deine Top-Kraft, oder ist es nicht eher das komplette Gehalt für eine durchschnittliche Kraft?

Der Schlüssel ist, das Maximale aus deinen Möglichkeiten herraus zu holen. Das heißt natürlich auch, dass du deine Angestellten, wenn sie ihren Job überdurchschnittlich gut machen, halten musst. Anerkennung, nicht nur finanziell sondern auch im Generellen, sind der Schlüssel, um deine “Pferdchen” auch in deinem Stall zu halten. Mehr zu diesem Thema gibt es im nächsten Post.

Hier steht und fällt es im Dienstleistungssektor: Recruitment für den Service

Monday, August 31st, 2009

Kundenservice. Nur wenige Bereiche im Dienstleistungssektor haben so viel Macht, eine echte Abgrenzung zur Konkurrenz zu erzeugen. Aber viele Geschäftsbetreibende erkennen dies scheinbar nicht. Ich sehe es sowohl im geschäftlichen, als auch im privaten Leben immer wieder. Da wird eine Verkäuferin eingestellt, und es wird ihr mit auf den Weg gegeben: “Sag’ guten Tag, wenn jemand rein kommt.” “Frag’ den Kunden, ob du ihm helfen kannst.” “Kümmer’ dich um den Kunden”. Klingt doch gut, oder?
Und dann steht Sie vor mir. Ihr “Guten Tag” klingt eher wie “Oh Gott, Kundschaft!”.  Zügig dackelt sie zu dem Kleiderständer, an welchem ich erst vor 2 Sekunden angekommen bin und es tönt energisch: “Kann ich Ihnen helfen?” Mmm, ich fühle mich ein wenig ungeschätzt. Ist ja nicht so, das ich den Laden ausrauben will. “Ich suche nichts Spezielles; ich sehe mich erstmal ein wenig um.”
Tja, und dann steht sie da. Sie soll sich ja um mich kümmern. Unter so viel argwöhnischer Beobachtung vergeht mir schnell die Lust am Shoppen. Ich meine, würdet ihr der Frau für irgendwas Geld geben wollen? Leute, meine Kiosk-Frau macht besseres CRM!! Soll ich die mal vorbei schicken?

Egal ob Restaurant, Fitness Studio, Friseur Salon oder Bekleidungsgeschäft – die Servicewüste Deutschland ist sehr viel größer, als so mancher vermutet. Aber es gibt sie ja, die (wenigen aber umwerfenden) Gegenbeispiele. Wo man den Servicemitarbeiter direkt sympathisch fand, sich gut betreut und beraten fühlte und die Kaufentscheidung so viel leichter war. Wem ist das noch nicht passiert? Das man nur “mal schauen” wollte, und bevor man sich versieht, hat man den neuen LCD-Fernseher schon in den Kofferraum geladen. Und weil einem nichts aufgeschwatzt wurde, sondern der Verkäufer “nur” einen echt guten Job gemacht hat, ist man auch noch happy darüber!

Was muss ich beim Recruitment von Servicepersonal beachten?

  1. Die 30 Sekunden – Chance
    Wie ist das Auftreten der Person, die sich da bei mir vorstellt? Schafft er/sie es, trotz verständlicher Nervosität, offen, freundlich und ohne Scheu auf mich zu zugehen? Ist mir die Person sofort sympathisch? Würde ich dieser Person mein Vertrauen schenken? Schon die ersten 30 Sekunden eines Vorstellungsgespräch treffen eine sehr wichtige Aussage über die Aussichten auf eine spätere, erfolgreiche Performance dieser Person. Alles andere, wirklich alles, was diese Person für den Job können muss, kann man fast ausnahmslos lernen. Aber verschwenden Sie um Himmels Willen keine Energie in dem Sie versuchen, einer Person Freundlichkeit, Zuvorkommenheit und Menschenoffenheit beizubringen. Die Erfolgsaussichten sind undenkbar schlecht.
  2. Umgangsformen und soziale Kompetenz
    Beginnen Sie z.B. mit der Durchsicht des Lebenslaufs. Lassen Sie die Person gewisse Punkte erläutern; stellen Sie Fragen zu den vorherigen Positionen. Worauf Sie hierbei achten sollten: Kann sich die Person schnell, verständlich und präzise ausdrücken? Sind diese Antworten offen und ehrlich, oder klingen Sie eher wie Seite 17 aus einem Buch über Bewerbungsgespräche? Werden Umgangsformen beachtet? Finde ich die Person immer noch sympathisch, aufgeschlossen, freundlich? Wenn ich Fragen stelle, die eine Stresssituation hervorrufen (Warum waren Sie nur 3 Monate bei Ihrer letzten Anstellung? Warum haben Sie kein Arbeitszeugnis von Betrieb XY?); schafft die Person es, Ruhe zu bewahren und die Verhältnisse zufriedenstellend und souverän zu erläutern?
  3. Keine Alleingänge
    Im Anschluss an das Vorstellungsgespräch ist es immer sinnvoll, die Person den Kollegen vorzustellen. Geben sie allen die Möglichkeit, sich und ihre Aufgaben im Betrieb kurz unter vier Augen zu erläutern. Die Person soll ja nicht nur Ihnen sympathisch sein. Diskutieren Sie im Anschluss mit Ihren Mitarbeitern. Wir war der Eindruck? Ist die Person sympathisch? Oder fand jemand das Lächeln zu aufgesetzt, kam die Person eingebildet und desinteressiert rüber? Schien sie interessiert an den betrieblichen Abläufen? Hat sie alles nur abgenickt oder einen echten Beitrag zu den Gesprächen geleistet?

Wenn Sie diese Punkte beachten, stehen Ihre Chancen, einen echten Gewinn für Ihren Kundenservice an Board zu holen, schon relativ gut. Wie Sie die Einarbeitung gestalten sollten, und worauf Sie während der Probezeit unbedingt achten müssen, erläutere ich in einem folgenden Post.

Bis dahin hoffe ich auf Kommentare, die Diskussionen zu diesem Thema anregen.