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	<title>Corillo BLOG &#187; Markenrecht</title>
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	<description>Managementfragen, Startup-Geschichten und alles, worüber es sich noch so zu schreiben lohnt</description>
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		<title>An all die Plagiat-Heulsusen da draußen</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 09:54:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Judith</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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		<description><![CDATA[Über die "hohen finanziellen Schäden", die eben nicht durch Plagiate entstehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.servicereport.eu/2010/welttag-des-geistigen-eigentums-propagiert-kampf-gegen-plagiate">Dieser Bericht</a> von servicereport.eu hat mich dazu inspiriert, mal meinen Senf zum Thema &#8220;geistiges Eigentum&#8221;, Markenrecht und Plagiate abzugeben.</p>
<p>Zunächst einmal: Wenn dich einer nachahmt, dann ist das gut. Freu dich! Schlechte Ideen finden sehr selten Nachahmer. Wenn du keine Nachahmer hast, ist dein Produkt scheiße.<br />
Jetzt ist natürlich Schluss mit dem &#8220;auf den Lorbeeren ausruhen&#8221;. Jetzt hast du Konkurrenz, also musst du dein Produkt verbessern. Konkurrenz = Innovation. Was kommt dabei rum? Ein geileres Produkt. Sollte dich freuen. Und deine Kunden erst!</p>
<p>Und ja ja, ich weiß, &#8220;Geistiges Eigentum, blabla.&#8221; Als hätten sie alle das Rad, die Dampfmaschine oder die Elektrizität erfunden. Haben sie aber nicht. Ihr dürft gerne meine subjektive Meinung kritisieren, aber so wie ich das sehe sind die, die am lautesten brüllen, auch immer die mit den lächerlichsten &#8220;Ideen&#8221;.<br />
Vor ein paar Monaten habe ich im TV gesehen, wie deutsche Zollbeamte (für die übrigens der Steuerzahler aufkommt) über eine Messe gescheucht wurden, um die ganzen bösen Plagiat-Aussteller auszusortieren. Im Auftrag eines großen Markenherstellers für Küchenequipment wurde ein Aussteller hochgenommen. Wegen einer Rührschüssel. Wie eine Vertreterin des Markenherstellers erläuterte, seien diese Metall-Rührschüsseln mit einem ablaufenden Rand als Tropfschutz sowie einem Gummiring als &#8220;Dämpfer&#8221; am Boden ausgestattet. Und DAS sei nun durch den Markenhersteller geschützt. Niemand anders darf also Rührschüsseln herstellen, die nicht tropfen oder klappern.  Das muss man erstmal sacken lassen&#8230;<br />
Und wenn man die nicht-tropfende, nicht-klappernde Version haben will, muss man € 30 bis € 40 ausgeben. Für eine Rührschüssel.</p>
<p>Und damit kommen wir gleich zum nächsten Argument der Markenrechts-Ritter: &#8220;Uns entstehen hohe finanzielle Schäden!&#8221;. Ich würde im Leben keine € 40 für eine Rührschüssel ausgeben. Genauso wenig wie die kleinen Mädels mit ihren Fake-Luis Vitton-Taschen keine 500 Schleifen für eine Handtasche übrig haben. Und die Damen, die gerne € 500 in eine Handtasche investieren, rennen im Leben nicht mit einer € 10 &#8211; Kopie rum.</p>
<p>Die schlimmen finanziellen Einbußen &#8211; hier sind ja besonders die Plattenfirmen ganz vehement. Oh Boohoo! Seid lieber froh, dass ihr überhaupt noch was verdient. Eigentlich braucht euch nämlich keine Sau.<br />
Und die armen Musiker erst! Statt alle 2 Jahre mal für 4 Wochen im Studio zu hängen, und dann den Millionen beim Wachsen zuzusehen, müssen die jetzt auf Tour gehen und so!  Tragisch, tragisch&#8230; und seltsam das Musiker wie Lady Gaga, die alle Videos selbst auf Youtube veröffentlicht, trotzdem die Spitze der Charts anführt. Obwohl man die Musik frei <span style="text-decoration: underline;">und legal</span> im Web anhören kann, verkauft die Frau Platte um Platte um Platte. Wie kann das nur sein?<br />
Wisst ihr wann ich aufgehört habe, Platten zu kaufen? Ich habe früher echt viel Geld in Platten investiert; von meinen Lieblingsbands, und das sind einige, hatte ich jede Platte im Schrank. Aber dann war da auf einmal der Kopierschutz. Ich als zahlender Kunde werde bestraft für die Taten anderer. Genau DANN habe ich aufgehört, Platten zu kaufen. Nicht vorher, als es die Platten auf einmal frei im Netz gab.<br />
Und die arme Filmindustrie!! Die darf man ja nicht vergessen. Schon komisch, alle haben sie kein Geld, aber gerade erst wurde ein neuer Umsatzrekord mit Avatar aufgestellt. Wie konnte das nur passieren, wo doch alle die Filme im Netz ziehen? Und warum verdienen Schauspieler heute bis zu 20 Millionen für einen Film (!), wenn doch alle pleite sind und quasi am Hungertuch nagen. Ich verstehe es nicht&#8230;</p>
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