Posts Tagged ‘Gesundheit’

Blub.

Monday, April 26th, 2010

So klingt es, wenn eine Seifenblase zerplatzt.
Über Homoöpathie habe ich mich an dieser Stelle ja schon ausgelassen; jetzt geht’s weiter mit der Tatsachenklärung.

Der probiotische Joghurt
hat durchaus positive Wirkungen auf unserer Abwehrkräfte – allerdings nicht mehr oder weniger, als jeder normale Naturjoghurt. Der kostet allerdings nur gut ein Viertel des Preises und ist nicht, wie viele der hochgelobten probiotischen Joghurts, vollgestopft mit Zucker. Wer mehr zu den oft genannten “Studien” wissen will – hier gibt es eine schöne Übersicht über den “probiotischen Schwachsinn”. Dafür hat eine Firma sogar den ehrenvollen Preis “Goldener Windbeutel 2009″ abgeräumt. Sende ihnen deine Glückwünsche!

Wasser plus O2
Es gibt keine Studien die beweisen, dass “Luft im Magen” irgendeine Wirkung auf den Organismus hat oder überhaupt von diesem aufgenommen werden kann. Unsere Lunge versorgt uns jedoch – bewiesenermaßen – ganz super mit Sauerstoff: Wir nutzen nur rund 10% des Gehalts in der Luft (im Ruhezustand; bei Höchstbelastung jedoch auch nur bis zu ca. 60%); den Rest atmen wir gemütlich wieder aus. Die Aussage “Der Körper braucht mehr Sauerstoff” entspricht folglich nicht der Wahrheit.
Übrigens: Leitungswasser ist das meist kontrollierte Lebensmittel überhaupt. Man kann es also bis auf wenige Ausnahme-Gebiete dem Wasser aus Flaschen getrost vorziehen – und dabei noch massig Geld und Schlepperei einsparen.

Der Fett-Weg-Massagegürtel
… funktioniert nicht. Gürtel an, dabei gemütlich Desperate Housewives gucken und Karamell-Bonbons futtern – also bitte, komm mal auf die Erde zurück! Der Gürtel kann eventuell ein wenig die Durchblutung anregen, und mit ein bisschen Glück strafft das ein wenig das Bindegewebe, aber das bringt dir alles garnichts, wenn der Plauze darunter nicht mit gesunder, leichter Kost und einer Menge Sport der Kampf angesagt wird. Und den Straffungseffekt kannst du auch viel günstiger haben: Durch Wechselduschen zum Beispiel und leichte Massage, z.B. wenn du dich mit Bodylotion eincremst. Und die gute alte “Bewegung” regt die Durchblutung immer noch am besten an. Und du nimmst wirklich ab. Und du lebst länger. Und du fühlst dich besser. Und du bist fitter. Es macht dich sogar glücklich.  Worauf ich hinaus will ist: Beweg dich!

Bach-Blütentherapie
Die Idee dahinter ist, dass Beschwerden durch ein Ungleichgewicht zwischen Seele und Persönlichkeit verursacht, und nur durch eine Harmonisierung dieser behandelt werden können. Den insgesamt “38 disharmonischen Seelenzuständen der menschlichen Natur” werden mit Blüten und Pflanzenteilen entgegengewirkt, deren “Schwingungen” durch Kochen in Wasser auf dieses Wasser “übertragen” werden. Dieser Pflanzenauszug wird hoch verdünnt als Bach-Blütentherapie angeboten. Natürlich gibt es hier null wissenschaftliche Beweise. Und ob es sinnvoll ist Menschen einzureden, ihr eigener Seelenzustand sei schuld an ihren Beschwerden, darf auch stark bezweifelt werden.

Das Bio-Siegel
Das Bio-Siegel ist kein Indikator dafür, dass es sich um ein rein natürliches Produkt handelt. So kann ein Bio-Erdbeerjoghurt z.B. ein Bio-Siegel tragen, auch wenn keine einzige Erdbeere im Joghurt erhalten ist. Auch werben viele Anbieter mit ihren Produkten aus “biologischem Anbau”, auf den 2. Blick stellt man aber nicht selten fest, dass die Bio-Anteile im Produkt bei wenigen Prozent liegen. “Bio” sieht für mich anders aus.

Das ist natürlich noch laaaaange nicht das Ende der falschen Tatsachen; im Gegenteil: Es wird immer schwieriger überhaupt Produkte zu finden die halten, was sie versprechen.
Wer verdient eurer Meinung nach den Titel “Goldener Windbeutel”? Ich freue mich über eurer Feedback!

Bach-BlütentherapieB

Warum mir bei “Homöopathie” die Galle hochkommt

Wednesday, March 31st, 2010

Wer ab und an mal meine Zwitschereien auf  Twitter verfolgt, hat sicherlich schon festgestellt: Die Judith hat was gegen Homöopathie. Heute erkläre ich euch, warum.

Die meisten Menschen wissen leider garnicht, was da in diesen Kügelchen steckt. Oder eben nicht steckt. Viele denken, es handelt sich um pflanzliche Medizin. Schön wärs, die funktioniert nämlich. Die gesamte Schulmedizin beruht übrigens auch darauf.
Bei der Homöopathie geht es im Wesentlichen darum, dass medizinische Wirkstoffe in Wasser so sehr verdünnt werden, dass sie kaum oder garnicht mehr nachweisbar sind. Die Behauptung der Homöopathen ist, dass das Wasser eine “Erinnerung” hat und die Wirkung der verdünnten Stoffe vom Wasser “gespeichert” wird.
Mir stellt sich hier direkt mal die Frage, warum sich Wasser nicht an Bakterien “erinnert”, oder an Seuchen. Die Verdünnung, mit der hier gearbeitet wird, ist vergleichbar mit dem Auflösen einer Aspirin im Atlantik. Warum erinnert sich das Wasser nicht daran? Warum gibt es noch Kopfschmerzen auf der Welt?
Das “große Geheimnis” der Zusammensetzung der verschiedenen “Wirkstoffe” ist auch äußerst zweifelhaft: Es werden Wirkstoffe verabreicht, die bei einer gesunden Person die gleichen Symptome hervorrufen würden. Soll heißen: Du hast Kopfschmerzen, und nimmst dagegen etwas, das Kopfschmerzen verursacht – und die Symptome sollen sich so gegenseitig aushebeln. Ja nee, is’ klar.
Bitte macht euch die Mühe, den Wikipedia-Eintrag über Homöopathie zu lesen. Hier werden noch viele weitere Punkte und angebliche Wirkungsweisen angesprochen. Man kommt wirklich ins Grübeln, wenn man das liest.

Aber Homöopathie ist nicht nur Schwachsinn – Homöopathie ist gefährlich.

  • Ernste Erkrankungen werden nicht behandelt
    Neulich wurde beim RTL Mittagsmagazin darüber berichtet, dass ein 2-Jähriger dank dieser Zuckerperlen seine Neurodermitis geheilt hat. Mir wird schlecht bei dem Gedanken, dass sich uninformierte Eltern von solchen Storys belullen lassen und ihre Kinder nicht richtig behandelt werden. Selbst in den armen Ländern der Welt wird inzwischen Geld und Zeit verschwendet – die “Homöopathen ohne Grenzen” versuchen hier Krankheiten wie Malaria, Pilzinfektionen und Leistenbrüche zu heilen; sogar weiblichen Beschneidungsopfern wird Heilung durch Homöopathie versprochen (!).
  • Verdruss gegenüber der Schulmedizin
    Es fängt ganz harmlos an – Kopf- oder Rückenschmerzen, ein Hautausschlag oder eine Erkältung werden mit homöopathischen Mitteln “behandelt”. Nicht selten tritt eine Besserung ein – was auch nicht weiter verwunderlich ist. Der Placebo-Effekt wurde schon in den 50ern wissenschaftlich nachgewiesen, zudem gibt es die Selbstheilung – die gerade bei Schmerzen oder Erkältungen in der Regel auch recht gut funktioniert. Fälschlicherweise erkennt man dies aber nicht – und mit dem steigenden Vertrauen in die Homöopathie sinkt das Vertrauen in die Schulmedizin. Dies wird von den Homöopathen auch mit allen Mitteln gefördert: Es werden wilde Behauptungen aufgestellt, Statistiken gefälscht und Studien falsch zitiert. Und auf einmal wird eben kein Antibiotika eingesetzt, keine echten Untersuchungen durchgeführt – die richtige Mischung Zuckerperlen wirds schon richten.
    Aber es geht sogar noch schlimmer:
  • Der Nocebo-Effekt
    Der Nocebo-Effekt beruht wie auch der Placebo-Effekt auf auf einer bestimmten Erwartungshaltung. Der gläubige Homöopath glaubt nicht an die Wirkung der Schulmedizin; also wirken die Medikamente auf einmal garnicht oder im negativen Sinne. Wenn er sie dann überhaupt zulässt. Traurigerweise treibt dieser Effekt die Menschen noch weiter in die Homöopathie-Ecke – die Schulmedizin hat schließlich nicht funktioniert!
  • Viel Geld für Nichts
    Jetzt müsste man ja meinen, wo doch die medizinischen Wirkstoffe so wahnsinnig krass verdünnt werden, und diese weißen Kügelchen eigentlich nur aus Zucker und Wasser bestehen, sollten sie entsprechend auch nur einen Bruchteil von “echter” Medizin kosten. Das stimmt aber nicht. Homöopathie ist ein Multimillionen-Geschäft. In manchen Ländern zahlt sogar die staatliche Gesundheitskasse für die Behandlungen und “Medikamente”. Kein Wunder, dass die Kassen leer sind.

Auch wenn die Homöopathen es gerne behaupten: Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis für die Wirkung von Homöopathie. Obwohl mehrfach und teilweise sogar Millionenbeträge für den Beweis der Wirkung angeboten wurden – das Geld ist noch da, keiner hat es abgeholt.

Meine Bitte an dich: Lass die Finger von dem Zeug. Warne deine Familie und Freunde davor; kläre sie auf darüber, was sie da schlucken wollen.
Es kann sein, dass ich mit diesem Artikel potenzielle Kunden abschrecke. Das ist natürlich doof. Aber ich muss halt morgens auch in den Spiegel gucken können. Und das heißt eben auch, manchmal den Mund aufzumachen, auch wenn nicht jedem das Gesagte gefällt.

“Wasser hat Erinnerung” – lass das ruhig nochmal sacken. Und denk’ daran: Anekdoten sagen nichts über die Statistik aus.

Streitpunkt Pausenzeiten

Tuesday, February 2nd, 2010

Wenn jemand von uns mal die Antwort nicht wusste, sagte unser Mathelehrer in der Grundschule gerne “Steh’ mal auf; du scheinst auf deiner Leitung zu sitzen.” Und obwohl wir das für einen blöden Spruch gehalten haben, hat es meistens funktioniert.

Den klassischen Stechuhr-Firmen stehen Unternehmen gegenüber, für die das Streben nach Steigerung der Produktivität einhergeht mit der Steigerung der Lebensqualität am Arbeitsplatz. Da gibt es eine Wii im Gemeinschaftsraum, im Sommer wird die Terrasse mit Liegestühlen und Eiskühlern zum Sonnendeck erklärt. Niemand wird schief angeguckt, wenn er sich genüsslich einen Obstsalat zusammen schnippelt, und wenn das Privathandy klingelt, darf man raus gehen und den Anruf entgegen nehmen. Pausen und Bewegung werden geradezu gefordert. Und komischerweise funktionieren diese Firmen.

Während der Arbeit kleine Pausen einzulegen, in denen man mal kurz den Kopf frei macht und die müden Knochen bewegt, hat viele positive Eigenschaften auf den Organismus:

  • Durch das Anregen des Kreislaufs nimmt die Konzentration wieder zu, was die Arbeitskraft steigert
  • Regelmäßige Bewegung beugt Verspannungen und Rückenschmerzen vor
  • Trotz hohem Arbeitspensum kommt es seltener zum Burn out

Wenn man sich mal anschaut, welche Firmen so geführt werden, stellt man schnell fest: Es sind hauptsächlich die Neuen aus der Informationswirtschaft, wie IT-Unternehmen oder Marketing-Agenturen, oder Firmen, die ein junges Management haben. Traditionsbetriebe mit einer solch “lockeren” Haltung zur Arbeitszeit finden man leider (noch) viel zu selten.

Dieser Stechuhren-Wahn nimmt in manchen Betrieben sogar noch zu. Regeln bezüglich des Handys, des Internets oder der Pausenzeiten werden nicht selten noch strikter als früher. Da muss es funktionieren wie in einem Bienenstock; da gibt es Vorgaben und Regeln und Verbote für alles.

Ich bin ja mal gespannt, wer bezüglich Erfolg und Produktivität langfristig die Nase vorn haben wird. Ich habe da so eine Vermutung…

Mehr zum Thema Pausen und Wie? Wann? und Warum? findet ihr hier bei Lerntipp.at. Und wer es richtig professionell machen will, sollte sich unbedingt dieses Video ansehen. :)

Yoga ungleich Sternendeutung

Friday, January 15th, 2010

Bei scienceblogs.de wurde zum Thema Yoga dieser Bericht veröffentlicht, der mich dazu inspiriert hat darüber zu schreiben, dass Yoga in erster Linie Sport ist, und auch von vielen Anhängern als genau das angesehen wird.
Das es nun im Feld der Esoterik durchschnittlich mehr Yoga-Anhänger gibt als beim Rest der Bevölkerung im Allgemeinen überrascht nicht. Yoga passt halt besser ins Bild als Eishockey, Motocross oder Fußball. Wer aber Yoga z.B. in einem Fitness Studio betreibt wird schnell feststellen, dass es dort um sportive, nicht spirituelle Ziele geht. Noch nie habe ich einen Yoga-Lehrer sagen hören “Mit dieser Übung setzt ihr euren Geist frei” sondern eher “Diese Übung dehnt die Knöchel-, Leisten- und Rumpfmuskulatur”.
Fitness Studios bieten ihre Kurse in der Regel innerhalb des regulären Kursangebots an, so dass die Kosten wie für alle anderen Trainings-Angebote auch durch den Mitgliedsbeitrag gedeckt sind. Es handelt sich hier auch nicht um ein schnelles Profitcenter – die Studios müssen schon auf Grund der hohen Ausbildungskosten auf Kurse setzen, die langfristig bestand haben. Und den haben sie nur, wenn die teilnehmenden Mitglieder mit den Ergebnissen zufrieden sind. Und das sind sie: Kaum ein Studio mit Kursbereich bietet heute nicht auch Yoga an.

Meine subjektiven Erfahrungen mit Yoga habe ich hier schon mal beschrieben.
Bin ich jetzt der Meinung, dass Yoga generell entspannender oder gesünder ist als z.B. andere Sportarten? Wohl kaum. Wer einfach keinen Bock hat auf nicht-actionreiche Stretch-Übungen und die ruhige  Stimme des Lehrers, der wird sich wohl kaum entspannen, sondern zum kochen wütend und sehr genervt sein.
Wer sich also wirklich ein Bild über Yoga machen will, dem bleibt nur eins: Ausprobieren. :)

Jetzt haben sie das Spazierengehen für sich entdeckt!

Monday, November 23rd, 2009

Was bei Mario Barth nicht nur lustig, sondern auch sehr bemitleidenswert klingt, kann in der Praxis durchaus positive Vorzüge mit sich bringen.

Nachdem ich die letzten Tage fast nonstop vorm Rechner gehangen habe und sogar das Wochenende spuren- und bedeutungslos an mir vorbei gezogen ist, hab ich mich gerade vor die Tür getraut. Ab in die warmen Stiefel, Wintermantel an und ab Richtung Park. Die Luft war toll, der Wind hat mir mächtig um die Ohren gepfiffen und ich bin einfach mal ne halbe Stunde so vor mich hin gelaufen.
Pünktlich als ich zurück war begann der Regen, und jetzt sitze ich mit einer Kanne Tee und in eine Decke gehüllt auf meiner Couch, während es langsam dunkel wird und der Regen an die Scheibe prasselt. Himmlisch!

Ab und zu muss man sich einfach eine Pause gönnen. Wäre ich die Stunde vor dem Rechner sitzen geblieben, wäre ich jetzt sicher auch nicht weiter. Man kann den Kopf halt nur bedingt zur Arbeit zwingen.

Das ist schon komisch mit dem Home Office; wenn ich tagsüber nicht meine “8 Stunden” aussitze bekomme ich ein schlechtes Gewissen – sitze ich nachts um 1 Uhr noch vor dem Rechner habe ich aber gegenüber der “Privat Judith” kein schlechtes Gewissen. Daran muss ich echt immernoch arbeiten…

Yoga – It’s awesome!

Wednesday, November 11th, 2009

3 gute Gründe Yoga zu machen:

  1. Es trainiert _wirklich_ den ganzen Körper
    Ich kann mich erinnern, dass ich anfangs sogar in den Daumen, neben dem Knöchel und am Kinn Muskelkater hatte – Yoga trainiert wirklich _den ganzen Körper_.
  2. Die totale Entspannung
    Der totale “Wow”-Effekt kam bei mir nach einer Bodybalance-Stunde mit Les Mills NT Anna Wasser bei einem Superquarterly vor ein paar Jahren. Nach 3 oder 4 anstrengenden Convention-Tagen war bei uns echt die Luft raus, aber ich wollte wenigstens eine Masterclass mitgemacht haben. Während der von Anna “moderierten” Meditation am Schluss bin ich weggezogen als wäre ich in ein Koma gefallen – und im Anschluss, nach dem “Aufwecken” hätte ich wirklich Bäume ausreißen können. Yoga ist ein Kurzurlaub für Körper und Seele!
  3. Ein ganz neues Körper-Gefühl
    Schon nach kurzer Zeit ändert sich dein ganzes Körper-Gefühl. Du bewegst dich fließender, schwungvoller, sicherer. Ganz automatisch fühlst du dich wohler in deinem “Tempel”.

Und noch ein super Extra für die Mädels: Yoga formt den Körper in einer Weise, die besonders für Frauen sehr attraktiv ist: Die Figur wird straff und knackig, und bleibt dabei trotzdem sehr weiblich. Gepaart mit Ausdauertraining wie Joggen und Indoor Cycling und natürlich einer gewissen Portion Motivation und Geduld steht einem Katzenkörper a la Jennifer Aniston oder Jessica Alba nichts mehr im Weg! :-)

Hier bei The Chive ist eine wundervolle Übersicht über ein paar wichtige Yoga-Übungen (Asanas), die sich leicht in den Alltag integrieren lassen. *g* Enjoy!

Wir ändern unser Leben – Runde 2

Saturday, October 24th, 2009

Ich habe offline ein paar Kommentare erhalten wie nett es doch ist, dass ich meinen “Geek Freunden” zu ein wenig mehr Lebensqualität verhelfen will. Beim Nachhaken stellte sich aber schnell herraus, dass von diesen kaum jemand _wirklich_ mehr Wasser getrunken hat oder vor die Tür gegangen ist. Das ist ja auch in Ordnung, aber ich möchte auf eins hinweisen: Das hier ist “Besser leben für Dummies”. Einfacher wird es nicht.

Also schwups noch ein Glas Wasser getrunken, und wir starten in Runde 2:
Richtig in den Tag starten
Wer müde, schlapp und unausgeglichen in den Tag startet, wird auch den Rest des Tages schlapp, müde und unausgeglichen sein. Um morgens in Schwung zu kommen empfehle ich, erstmal die Anlage mit der Lieblingsmusik so weit aufzudrehen, wie es die Menschen in deiner Umgebung zulassen. Wähle Musik, die dir Schwung gibt. Ich bin außerdem ein totaler Wechselduschen-Fanatiker. Nach dem Duschen drehe ich das Wasser auf kalt (nicht maximal, aber doch so, dass ich ordentlich ins Schütteln komme), dusche mich ab, drehe wieder auf warm… jede Phase für ca. 30 Sekunden. Die 3. “Kaltphase” läutet das Ende der Duschzeit ein. So friert man auch nicht so sehr, wenn man aus der Dusche kommt. Probiert es aus! Am Anfang brauchts ein wenig Überwindung, aber es tut sooooo gut! Und du bringst nicht nur deinen Kreislauf in Schwung; durch die Anregung der Blutzirkulation wird deine Haut auch straffer. Und seit ich neulich unfreiwillig den blanken Hintern eines Kumpels gesehen habe muss ich sagen: Das ist nicht nur für die Weibchen interessant! :-P

Damit sich der energetische Freundentaumel, den du jetzt empfindest, auch auf den Tag ausweitet, musst du unbedingt frühstücken.
Ich selbst habe ca. 10 Jahre nicht gefrühstückt. Nur beim Gedanken an feste Nahrung am Morgen wurde mir speiübel. Das bringt gleich zwei Probleme mit sich: Du hast tagsüber keine Energie – und abends einen Mordshunger. Nicht selten habe ich den ganzen Tag nichts gegessen, und abends um 8 Uhr noch 3 Portionen Spaghetti verputzt.
Diesen Kreislauf zu unterbrechen scheint schwer, ist es aber garnicht. Ich habe mit Joghurtdrinks angefangen. Am 2. oder 3. Tag ging das schon recht leicht. Nach ein paar Tagen bin ich dann auf “echten” Joghurt umgestiegen, und wieder ein paar Tage später habe ich angefangen, Müsli unter den Joghurt zu mischen. Nach ca. 2 bis 3 Wochen war das alles schon kein Problem mehr und ich habe gefrühstückt, was das Zeug hält! :-)

Noch ein paar Tipps zum Frühstück: Um den Speicher aufzufüllen, unbedingt auf reichlich (gute) Kohlehydrate und Eiweiß achten. Wenn sattessen, dann unbedingt beim Frühstück. Am Morgen verzeiht das Hüftgold solche Ausartungen noch! :-)

Wir hätten nun also bis jetzt: Wasser trinken, ab und zu mal raus gehen, Lieblingsmusik hören, Wechselduschen und frühstücken.
Das ist doch recht easy, oder? Und es sind ganz einfache Zutaten, die aber ganz viel Wirkung zeigen werden.

Ich hoffe wir treffen uns schon bald hier wieder – und dann geht es ganz gemütlich in Runde 3.
Ich wünsche euch einen super schwungvollen Tag! :-)

Wir ändern unser Leben

Tuesday, October 20th, 2009

Wo nur anfangen? Bewegung ist für dich der tägliche Gang zur Garage, zum Briefkasten oder zum Klo. Kochen? Naja, Pizza aufbacken oder belegte Brötchen machen… manchmal lässt du es auch richtig krachen und kochst einen “frischen” Auflauf a la Maggi. Das Gemüsefach im Kühlschrank musste schon vor Jahren das Feld räumen – kann man doch an der gleichen Stelle ganze 5 Flaschen Cola lagern! Und die paar Tomaten und Paprikas, die sich dann doch mal in deinen Kühlschrank verirren, kann man auch irgendwo anders mit rein quetschen. Welch aussichtslose Situation, welch hoffnungslose Misere!

Ich habe eine gute Nachricht für dich: Du kannst heute anfangen, dein Leben zu verändern. Und wir werden dafür nicht stundenlang googlen, über Ernährungslehre oder Trainingsmethoden fachsimpeln oder gar Geld investieren – wir werden einfach anfangen. Jetzt.

Du besorgst dir jetzt sofort ein großes Glas Wasser – direkt von deinem Wasserhahn. Freunde dich schonmal an, ihr werdet euch jetzt häufiger sehen. Du sitzt ja noch! Ich meine es ernst, trink jetzt sofort ein großes Glas Wasser!
Du und das Wasser, ihr haltet es von nun an so: Gleich morgens nach dem Aufstehen trinkst du ein großes Glas Wasser. Um auch über den Tag verteilt genug Wasser zu trinken, lass dir eine “Routine” einfallen: Immer vor oder nach einer Mahlzeit, wenn immer du zum Kopierer rennen musst, wenn du aus dem Bad kommst – lass es dir in Mark und Knochen übergehen: DU BRAUCHST WASSER.
Ein Glas Wasser ist auch die “Strafe”, die du dir selbst aufbrummst, wann immer du deinen Körper nicht “tempelgerecht” behandelst – nach jeder Zigarette, jedem Long Island Icetea, ja sogar nach jedem Glas Cola – zack! Ein Glas Wasser hinterher.

Und jetzt: Zieh dir ein paar Schuhe an, geh raus und steure das nächste Fleckchen Grün an, das du finden kannst. Es ist so ein schöner Herbstnachmittag – verpass ihn nicht!

Schon in 3 Tagen kann es sein, dass du dich irgendwie besser fühlst – du bist fitter, ausgeschlafener, besser gelaunt… vielleicht konntest du auch Veränderungen spüren – du warst überdurchschnittlich produktiv, die Arbeit fiel dir leichter, du warst konzentrierter… vielleicht siehst du auch schon die ein oder andere Veränderung: Die dunklen Ringe unter deinen Augen sehen irgendwie garnicht mehr so schlimm aus, deine Haut ist besser geworden, dein Teint sieht frischer aus als sonst…
Und wenn du denkst “Ich will mehr davon!” dann schau doch wieder hier vorbei, und wir starten gemeinsam in Runde 2.
Ich würde mich freuen.

Es mangelt an der Betreuung

Tuesday, September 29th, 2009

Die Stiftung Warentest hat im Bereicht 10/2009 acht große Fitnessketten unter die Lupe genommen, darunter Meridian Spa, Fitness First (ehem. Fitness Company) und McFit.
In diesem Artikel des Tagesspiegels erfährt man mehr zu den Ergebnissen.

An dieser Stelle möchte ich nochmal um Kommentare und Meinungen zu meinem Post “Menschen für Fitness begeistern” bitten – eure Meinung, Erfahrung und Kritik hilft hier immerhin einer Branche, deren Ziel die Gesundheit unserer Bevölkerung ist.
Also her mit deiner Meinung!

Die Schweinegrippe hat’s geschafft

Tuesday, September 8th, 2009

Das ist bitter für die britischen Authorities – da predigen sie jahrelang einen gesünderen Lebensweg, stecken Millionen in Kampangen und Aufklärungsseminare – alles für die Katz. Hätten die gewusst, dass man nur irgendeine blöde Grippe-Epidemie braucht!

Wie hier erklärt wird, bemühen sich seit Ausbrechen der Epidemie ganze 60% der Briten um einen längerfristig gesünderen Lebensweg mit ausgewogender Ernährung, regelmäßigem Sport und ausreichender Vitamin-Versorgung. Die Verkaufszahlen von Obst zum Beispiel sind im Juli gegenüber dem Vorjahr um 11% gestiegen.

Wow. Vielleicht werden wir ja durch die Schweinegrippe tatsächlich gesünder. Oder uns zumindest unserer Gesundheit ein wenig bewusster.
Fragt sich nur, ob diese neue Trendwende nur ein Strohfeuer ist, oder tatsächlich dauerhafte Einwirkungen auf den Umgang mit unserer Gesundheit haben wird. Zu wünschen wäre es.