I heart TRIZLE

April 12th, 2010

Trizle ist so ein bisschen wie “Business for Dummies”, aber genau das finde ich toll. Kurz, prägnant, und immer voll auf die 12 treffend, werden hier Themen rund um Business und Management “angegangen”.

Zum Beispiel ging es im Artikel “How to make Company decisions” darum, warum es einfach blöd ist, anstehende Entscheidungen nicht im Kreis des gesamten Teams zu besprechen und gemeinsam eine Entscheidung zu treffen. Der Grund ist ganz einfach: Jeder kann sich mit einer gemeinschaftlichen Entscheidung identifizieren und ist automatisch motivierter und engagierter, als wenn ihm einfach etwas “vorgesetzt” wird.
Auch toll war dieser Post über die Verbesserung des Arbeitsklimas innerhalb der Firma. Worüber andere ganze Bücher schreiben, wird hier sehr schlüssig in 217 Wörter verpackt (jap, ich hab’ sie alle gezählt!).

Ab in den Feedreader damit! :)

Wenn der Kunde nervt

April 9th, 2010

Mein Freund braucht dringend einen Haarschnitt. Klar, am Freitag Nachmittag wollen den viele. Aber wenn ich nur bei der Frage “Haben Sie heute noch einen Termin frei?” schon in ein fast entsetztes, aber auf jeden Fall entnervtes Gesicht gucke, könnte ich einen Anfall kriegen.

Ja, eilige Anfragen zum unpassendsten Zeitpunkt sind nervig. Stressige Kunden können einem mächtig auf den Zeiger gehen. Aber: Der Kunde will was von mir, dass er zu entlohnen bereit ist. Diese “Kotz-würg, mein Kunde will was von mir!”-Mentalität macht mich echt stinksauer.

Bei oben genanntem Beispiel gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten:

  • Ich habe die Zeit den Kunden zu bedienen; also kriegt er einen Termin. Ich ärgere mich nicht über die 30 min., die ich länger arbeiten muss, oder das es doch etwas hektisch wird am sonnigen Freitag Nachmittag, sondern freue mich über die zusätzlichen 50 Flocken in der Kasse.
  • Ich habe keine Zeit für den Kunden; also entschuldige ich mich (!) und biete dem Kunden umgehend den nächstmöglichen Termin an. Dabei zeige ich offen und ehrlich, dass mir viel daran liegt, dass der Kunde mir noch eine Chance gibt.

Was ich ganz sicher nicht mache, ist zu sagen “Oh, heute hab ich echt Stress; nachher kommen noch zwei Leute zum Färben. Morgen wärs mir lieber.” Ja, genau das habe ich heute gehört, gepaart mit schlecht unterdrücktem Augen-rollen und einem leidenden Blick.
Was, soll ich mich als Kunde noch entschuldigen, dass ich was von dir will?

Der Respekt vor dem Kunden ist vollständig verloren gegangen. Der Kunde mutiert zum Feindbild, nicht nur was “die Nerverei” angeht.  Wie oft höre ich Geschäftstreibende darüber schimpfen, dass es “schlecht steht”, weil 10% der Kunden ihre Rechnung nicht pünktlich bezahlen. Ich kann den Frust ja verstehen, aber ganz ab und zu sollte man einfach auch mal sagen: “90% meiner Kunden zahlen ihre Rechnung pünktlich. Cool!”. Der Frust über einzelne Kunden wird direkt auf den ganzen Kundenstamm übertragen. Zahlende Kunden zu bestrafen ist ja auch richtig “in” geworden. Wie oft beklagen sich Leute über die Discount-Konkurrenz und schimpfen auf die Kunden, die “für Qualität nichts mehr zu zahlen bereit sind.” So ein Schwachsinn!! Die Wahrheit ist: Der Kunde hat erkannt, dass er für sein Geld nicht genug kriegt. Die Firmen, die wirklich gute Arbeit leisten, können sich das sehr wohl bezahlen lassen. Jeder der versucht, sich was anderes einzureden, belügt sich selbst. Und jeder, der es dem Kunden übel nimmt, weil der nicht für gleiche Leistung mehr zahlen will, sollte sich dank seines ausgeprägtem Wirtschaftsverständnisses (Sarkasmus!) nicht über schlechte Zahlen im Laden wundern.

Übrigens: Frisör Nummer 4 hat sich für Variante 1 entschieden; die anderen haben Variante 3: Garnichts gewählt.
Die schwierige Mission “Männerhaarschnitt” ist nun endlich geglückt. Yay!

10 reasons to digg nerds

April 7th, 2010

Craigslist posted a similar list here, but since I have my very own experiences with my personal nerd, I have to make some adjustments:

  1. They know stuff. It’s like having our very own dictionary, and you don’t even need to raise your head.
  2. They provide valid information. They don’t get their knowledge from anecdotes or pseudo-scientists, nor do they spread such.
  3. Their social skills aren’t as bad as you might think. But there are bad enough so you don’t have to worry about them hitting on other people all the time.
  4. They can be brutally honest, but at least you always know what your are up against. They are extremely useful if you are looking for real criticism, too.
  5. Watching them doing handcraft stuff can make you want to throw up. But since they almost never do anything like that, their hands are always smooth and clean.
  6. You might find them awkward at first, but believe me: There is nothing more awkward than being with someone who is as dull as a meatloaf. Nerds are always at least kind of smart.
  7. There is always some great topic to talk about. No “Yeah the Nicks rule!” for the 20th time a day, no blahing about his car, no shouting for beer, no awkward “I don’t know what to say”-moments.
  8. They are well equipped. Besides being your personal computer guru, they can always provide batteries, cables, duct tape…
  9. Even though they are very open-minded, they have a very well working bullshit detector, too.
  10. They are used to strictly follow their given assignments and instructions. As long as you “command” your instructions, your work with them will be very easy. :)

What are your reasons to digg nerds?
Make my day and leave a comment!

criticism

Emissions-Ampel?

April 1st, 2010

Vor einiger Zeit wurde ja die “Lebensmittel-Ampel” diskutiert – Lebensmittel sollten mit Hilfe der Ampelfarben nach Zucker- und Fettgehalt gekennzeichnet werden. Jetzt ist das mit der Ernährungslehre aber doch nicht ganz so einfach – Nüsse z.B. würden in den “bösen Bereich” fallen, obwohl deren Inhaltsstoffe, besonders die ungesättigten Fettsäuren, viele positive Eigenschaften auf den Organismus haben. Cola light wiederum läge im “grünen Bereich”, trotz seiner künstlichen Herstellung und fehlender Nährstoffe.
Es gilt also, Menschen ihre Ernährung näher zu bringen und sie über gesundes Essen aufzuklären – der “einfache Weg” der Ampel kann dies nicht ersetzen. Das hat sogar die EU jüngst erkannt.

Eine neue Idee, diesmal aus der Ecke der Umwelt-Schützer, soll den Emissionsaufwand der verschiedenen Lebensmittel kennzeichnen. Denn nach den “versteckten Kalorien” kommen jetzt die “versteckten Emissionen”. Nordseekrabben zum Beispiel. Die kommen in der Regel aus Holland oder Belgien, wenn nicht aus Deutschland, und können mehr oder weniger als “Region-nahes” Produkt angesehen werden. Im Vergleich mit dem Norwegischen Fjordlachs auf jeden Fall. Sollte man meinen. Aber leider sieht die Realität anders aus: Fast ausschließlich werden Nordseekrabben in Marokko gepuhlt. Sie werden in Kühl-LKWs verladen und machen eine Reise um die halbe Welt, bevor sie wieder in unseren Kühlregalen landen. Als Verbraucher kann man dies nicht erkennen. Nur das Ursprungsland muss angegeben werden; die vielen Zwischenstationen auf dem Weg zu unserem Einkaufswagen bleiben weitesgehend unerkannt.

Die britische Initiative “Product Carbon Footprint” ist in Deutschland gescheitert. Als Grund nannte das Bundesumweltministerium, dass doch tatsächlich Emissions-ausstoßende Produkte wie PKWs oder Heizungen einer viel dringenderen Handlung bedürfen, und die pro Kopf verursachten Emissionen nur zu 20% durch Lebensmittel entstehen.
Aber da muss man sich doch fragen: Sind es 20% nicht wert, darüber zu sprechen und Menschen aufzuklären? Das wir durch Auto fahren und heizen viel Energie verbrauchen und die Luft belasten, ist uns doch klar. Aber das Rindfleisch 10 mal mehr Emissionen als Geflügelfleisch verursacht – Wusstest du das?

Während es bei der PCF-Initiative um den Erhalt oder Nicht-Erhalt einer kennzeichnenden Plakette geht, gehen Umweltschützer aus Belgien einen Schritt weiter: Der Vorschlag zu der Emissions-Ampel sieht vor, die Produkte nach Flug-, Auto- und Schiffsweg zu unterteilen. Denn verschiffte Produkte zum Beispiel verursachen in der Regel 40% weniger Emissionsausstoß als Produkte der Luftfracht. Als Verbraucher könnte man so eine vernünftigere Auswahl treffen und tatsächlich etwas für den Umweltschutz tun.

Sinnvoller Vorstoß oder Blödsinn? Interessiert das den Verbraucher überhaupt?
Ich freue mich auf eure Kommentare! :)

Wie steht es um die Schwulmedizin?

March 31st, 2010

Tippfehler? Ja denkste!

Ich habe alle Spracheinstellungen immer auf “English”; deswegen nutze ich für deutsche Publikationen oder andere Texte gerne einen kostenlosen online-Service, z.B. rechtschreibpruefung24.de.
Gerade eben habe ich meinen Artikel über Homöopathie durchlaufen lassen, und das Programm erkannte das Wort “Schulmedizin” nicht. Das an sich ist nicht ungewöhnlich, aber ich habe doch ein wenig dumm geguckt, als ich mir die Vorschläge angeguckt habe:

Schwulmedizin

Habe ich da was verpasst? Kann mich mal jemand aufklären? :)

Warum mir bei “Homöopathie” die Galle hochkommt

March 31st, 2010

Wer ab und an mal meine Zwitschereien auf  Twitter verfolgt, hat sicherlich schon festgestellt: Die Judith hat was gegen Homöopathie. Heute erkläre ich euch, warum.

Die meisten Menschen wissen leider garnicht, was da in diesen Kügelchen steckt. Oder eben nicht steckt. Viele denken, es handelt sich um pflanzliche Medizin. Schön wärs, die funktioniert nämlich. Die gesamte Schulmedizin beruht übrigens auch darauf.
Bei der Homöopathie geht es im Wesentlichen darum, dass medizinische Wirkstoffe in Wasser so sehr verdünnt werden, dass sie kaum oder garnicht mehr nachweisbar sind. Die Behauptung der Homöopathen ist, dass das Wasser eine “Erinnerung” hat und die Wirkung der verdünnten Stoffe vom Wasser “gespeichert” wird.
Mir stellt sich hier direkt mal die Frage, warum sich Wasser nicht an Bakterien “erinnert”, oder an Seuchen. Die Verdünnung, mit der hier gearbeitet wird, ist vergleichbar mit dem Auflösen einer Aspirin im Atlantik. Warum erinnert sich das Wasser nicht daran? Warum gibt es noch Kopfschmerzen auf der Welt?
Das “große Geheimnis” der Zusammensetzung der verschiedenen “Wirkstoffe” ist auch äußerst zweifelhaft: Es werden Wirkstoffe verabreicht, die bei einer gesunden Person die gleichen Symptome hervorrufen würden. Soll heißen: Du hast Kopfschmerzen, und nimmst dagegen etwas, das Kopfschmerzen verursacht – und die Symptome sollen sich so gegenseitig aushebeln. Ja nee, is’ klar.
Bitte macht euch die Mühe, den Wikipedia-Eintrag über Homöopathie zu lesen. Hier werden noch viele weitere Punkte und angebliche Wirkungsweisen angesprochen. Man kommt wirklich ins Grübeln, wenn man das liest.

Aber Homöopathie ist nicht nur Schwachsinn – Homöopathie ist gefährlich.

  • Ernste Erkrankungen werden nicht behandelt
    Neulich wurde beim RTL Mittagsmagazin darüber berichtet, dass ein 2-Jähriger dank dieser Zuckerperlen seine Neurodermitis geheilt hat. Mir wird schlecht bei dem Gedanken, dass sich uninformierte Eltern von solchen Storys belullen lassen und ihre Kinder nicht richtig behandelt werden. Selbst in den armen Ländern der Welt wird inzwischen Geld und Zeit verschwendet – die “Homöopathen ohne Grenzen” versuchen hier Krankheiten wie Malaria, Pilzinfektionen und Leistenbrüche zu heilen; sogar weiblichen Beschneidungsopfern wird Heilung durch Homöopathie versprochen (!).
  • Verdruss gegenüber der Schulmedizin
    Es fängt ganz harmlos an – Kopf- oder Rückenschmerzen, ein Hautausschlag oder eine Erkältung werden mit homöopathischen Mitteln “behandelt”. Nicht selten tritt eine Besserung ein – was auch nicht weiter verwunderlich ist. Der Placebo-Effekt wurde schon in den 50ern wissenschaftlich nachgewiesen, zudem gibt es die Selbstheilung – die gerade bei Schmerzen oder Erkältungen in der Regel auch recht gut funktioniert. Fälschlicherweise erkennt man dies aber nicht – und mit dem steigenden Vertrauen in die Homöopathie sinkt das Vertrauen in die Schulmedizin. Dies wird von den Homöopathen auch mit allen Mitteln gefördert: Es werden wilde Behauptungen aufgestellt, Statistiken gefälscht und Studien falsch zitiert. Und auf einmal wird eben kein Antibiotika eingesetzt, keine echten Untersuchungen durchgeführt – die richtige Mischung Zuckerperlen wirds schon richten.
    Aber es geht sogar noch schlimmer:
  • Der Nocebo-Effekt
    Der Nocebo-Effekt beruht wie auch der Placebo-Effekt auf auf einer bestimmten Erwartungshaltung. Der gläubige Homöopath glaubt nicht an die Wirkung der Schulmedizin; also wirken die Medikamente auf einmal garnicht oder im negativen Sinne. Wenn er sie dann überhaupt zulässt. Traurigerweise treibt dieser Effekt die Menschen noch weiter in die Homöopathie-Ecke – die Schulmedizin hat schließlich nicht funktioniert!
  • Viel Geld für Nichts
    Jetzt müsste man ja meinen, wo doch die medizinischen Wirkstoffe so wahnsinnig krass verdünnt werden, und diese weißen Kügelchen eigentlich nur aus Zucker und Wasser bestehen, sollten sie entsprechend auch nur einen Bruchteil von “echter” Medizin kosten. Das stimmt aber nicht. Homöopathie ist ein Multimillionen-Geschäft. In manchen Ländern zahlt sogar die staatliche Gesundheitskasse für die Behandlungen und “Medikamente”. Kein Wunder, dass die Kassen leer sind.

Auch wenn die Homöopathen es gerne behaupten: Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis für die Wirkung von Homöopathie. Obwohl mehrfach und teilweise sogar Millionenbeträge für den Beweis der Wirkung angeboten wurden – das Geld ist noch da, keiner hat es abgeholt.

Meine Bitte an dich: Lass die Finger von dem Zeug. Warne deine Familie und Freunde davor; kläre sie auf darüber, was sie da schlucken wollen.
Es kann sein, dass ich mit diesem Artikel potenzielle Kunden abschrecke. Das ist natürlich doof. Aber ich muss halt morgens auch in den Spiegel gucken können. Und das heißt eben auch, manchmal den Mund aufzumachen, auch wenn nicht jedem das Gesagte gefällt.

“Wasser hat Erinnerung” – lass das ruhig nochmal sacken. Und denk’ daran: Anekdoten sagen nichts über die Statistik aus.

I heart AFRICA

March 27th, 2010

5042_1016235146061_1830595237_31137_2149360_n

Ich erinnere mich noch als wäre es gestern gewesen, als ich an unserem ersten Abend in Afrika auf dem Balkon unseres Hotelzimmers in Malabo stand. Mich überkam ein seltsames Gefühl von Heimkehr. Sehr seltsam, denn ich war vorher nie in Afrika gewesen, und alles war anders, als ich es kannte. Die Häuser, die Menschen, der große Haufen Müll auf dem Dach des Hauses gegenüber, die knatternden Autos, die sich durch den Verkehr schoben… und der Dschungel, der die ganze Stadt einrahmte. Zudem machte mir die hohe Luftfeuchtigkeit sehr zu schaffen, und die seltsamen Sicherheitskontrollen am Flughafen hatten mich doch etwas beunruhigt.
Und trotzdem: Da stand ich nun, auf diesem Balkon, und ich fühlte eine augenblickliche Zugehörigkeit. Ich hatte das seltsame Gefühl, dass ich “nach hause” gekommen bin.
Ich bin eigentlich jemand der sich der Wissenschaft, nicht der Spiritualität, verpflichtet fühlt. Trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen!) hat mich dieses Gefühl in großes Staunen versetzt.

Unsere Zeit in Afrika war die wohl schönste Zeit meines Lebens. Noch nie habe ich das Leben so in vollen Zügen genossen. Warum?

  • Weil die Menschen auf offener Straße singen und tanzen. Auch wenn keine Musik spielt.
  • Weil man keine 2 Minuten vor dem Supermarkt stehen kann, ohne neue Menschen kennen zu lernen
  • Weil nur 200m unser Haus vom Strand getrennt haben
  • Weil man garnicht anders kann, als jede freie Minute zu nutzen
  • Weil es frischen gegrillten Fisch an jeder Ecke gibt
  • Weil überall Hunde rumrennen
  • Weil die Sonne scheint. Wenn es regnet, dann im coolen Monsun-Style. :)
  • Weil die Menschen dort sehr viel mehr lachen, obwohl sie viel weniger Grund dazu haben
  • Weil wir dort Menschen kennengelernt haben, deren Freundschaft  für die Ewigkeit ist

Wir haben mehr als 1 1/2 Jahre in Bata gelebt. Wenn die politische Situation dort anders wäre – wer weiß, ob wir jemals zurück nach Deutschland gekommen wären.

Bata

Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an unsere Zeit dort denke. An die vielen Freunde, zu denen ich dank Facebook noch Kontakt habe, aber auch an die vielen Menschen, die wir “zurück lassen” mussten, und von denen ich nicht weiß, wie es ihnen heute geht. Ich denke an die vielen Partys und BBQs, an die Wochenenden am Strand, an die Ausflüge auf der Ladefläche eines Pickups, an die Taxifahrten, wo wir mit manchmal 9 Insassen in einem Nissan unterwegs waren.
Es ist schon irre wie frei man sich in einem Land fühlen kann, in dem man an jeder Ecke aufpassen muss, was man sagt, und wo man dank zahlreicher Check Points keine 5 km fahren kann, ohne Rede und Antwort zu stehen wo man herkommt, wo man hin will, wo man arbeitet und für wen. Trotz alldem überkommt mich ein Gefühl von Freiheit, wenn ich an die Zeit in Afrika zurück denke. Und eins weiß ich sicher: Mein Afrika-Abenteuer ist noch nicht vorbei. Es hat gerade erst angefangen.

A fight we can win

March 25th, 2010

Today is World Malaria Day, and since this is a matter of international importance, I proudly present to you my first English blog entry!
I signed up on Twitter a few weeks ago in order to have some English “distribution” on the net besides my Facebook page, which I only use for private matters (read: Spreading stupid jokes). But let’s be honest here for a second: Getting me to shut up after only 140 characters is pretty much impossible. At least when it comes to important topics like the Malaria issue.

About 2,5 Mio. people die from Malaria each year. 75% of them are African children, most of them under 5 years old.

I lived in West-Africa for some 1 1/2 years, and before this time I never really thought about Malaria and the problems it is causing in many parts of this world. Because I never had to deal with it.
Before our trip we got vaccines for pretty much everything: Yellow fever, typhus fever, hepatitis… but eliminating the Malaria risk is much harder then getting a shot in the bum.  There is no vaccine. Malaria is caused by single-celled parasites, that reach the human body through the sting of the (infected) female Anopheles mosquito. The human body functions as secondary host – with every new sting of an infected person, more mosquitos catch an spread the disease.

About two weeks after our arrival, my boyfriend got really sick. Within a few hours he went from “everything is totally fine” to some 40°c of fever. He couldn’t move, he was in terrible pain, and days later, after he went trough the toughest time, he even told me he thought he was going to die. Fortunately for us: We had medicine. Malarone, to be exact. The problem: One treatment is about € 80,00. This is more than an average monthly wage in many parts of the countries facing this insidious disease. There is cheaper medicine from China available, but with about € 15,00 it is still a lot of money, and I heard many people telling stories about how the medication failed. Malarone is also used as prophylaxis, but it is not only way to expensive to solve this problem globally (about € 6 per day and person); it is also very damaging to the internal organs, and it is highly recommended to avoid taking it for more than 4 weeks.

The pharmaceutical industry is searching for a vaccine, and there are some promising results raising the hope for a future cure, but right now, people are still very helpless in this battle. One reason might be that the pharmaceutical industry is said to be spending much more money on research in fields as erection problems or hair loss – because customers of those fields promise a much higher revenue.

So is there anything that can be done?
The best way to not only help yourself, but also helping to stop the disease from spreading, is to avoid getting stung. Light, covering clothes, Indoor sprays and insect repellents are very helpful. But there is one thing proven to be the most effective protection: Insecticide-treated mosquito nets. They cost about $ 3 a piece, and they offer protection for a very long time. Even if the Insecticide washes off after some time, the net itself still keeps the dangerous mosquitos away.

With contributing one net for a few bucks, you have a very high chance of actually saving someones life. Making a tremendous change has never been easier.

Please support WHO and other institutions of your trust and join the battle against Malaria. Thank you.

10 Tipps für Servicekräfte

March 23rd, 2010

Egal ob Restaurant, Nagelstudio oder Bekleidungsgeschäft – diese Regeln sind existenziell und gelten für alle Service-Bereiche.

  1. Körperhaltung
    Wenn man als Servicekraft dem Kunden komatös entgegen schlufft, kann man auch gleich brüllen: “Hier pennen alle; wir haben keinen Bock auf Kundschaft; Hau’ bloß ab!” Aufrechte Haltung, Blick nach vorne, leichter Gang.
  2. Angemessenes Tempo
    Keine hektischen Bewegungen – es sieht unprofessionell aus, und Fehler oder gar Unfälle häufen sich. Gleichzeitig muss man sich aber energisch und aufgeweckt bewegen und nicht den Eindruck erwecken, man hätte die Hände in der Hosentasche.
  3. Sauberkeit
    Ungepflegtes Auftreten ist ein absolutes No-go. Außerdem muss man penibel auf die Sauberkeit und Ordnung der Arbeitsgeräte und -bereiche achten.
  4. Zurückhaltung
    Mit der Zeit entwickelt man ein recht gutes Gespür dafür, mit welchem Kunden man auch mal einen Spaß machen oder einen Small Talk halten kann. Aber generell gilt: Zurückhaltung. Der Kunde ist der Star der Show, nicht du.
  5. Privatperson muss draußen bleiben
    Vor dem Kunden werden keine Privatgespräche geführt. Klar kann man sich in ein Gespräch mit einem Kunden einbringen, aber wer wo wann auf wessen Party war etc. – solche Gespräche dürfen nicht vor den unbeteiligten Kunden stattfinden.
  6. Zuhören
    Das ist tricky, denn der Mensch neigt dazu schon eine Antwort vorzubereiten, anstatt wirklich und bis zum Ende zuzuhören. Aber es ist unendlich wichtig, die Anliegen des Kunden wirklich zu verstehen. Andernfalls ist weder ein guter Kundenservice, noch eine befriedigende Arbeitsleistung möglich.
  7. Bitte und Danke
    Das hört sich einfach an, aber im Praxistest fallen hier viele auf die Nase. Dabei ist es so wichtig: Das “Bitte” impliziert dem Kunden, dass du etwas für ihn tust – das “Danke” impliziert, dass du dich über den Auftrag freust.
  8. Selbstbewusstsein
    Um im Job selbstbewusst aufzutreten, gibt es ein ganz einfaches Rezept: Know your stuff. Kenne deine Produkte, die Angebote, die Details. Wer seinen Job gut macht, tritt automatisch selbstbewusst auf.
  9. Umgangsformen
    Hier geht es nicht darum, einfach nur freundlich und höflich zu sein. Du musst die Regeln kennen! Gehe ich vorweg oder geht der Kunde vorraus? Sagt man nun “Gesundheit”, oder nicht? Wie “nah” darf/soll ich dem Kunden kommen? Diese Regeln sind nicht nur die Ergüsse gelangweilter Bolzen; auch unbewusst haben diese Regeln einen hohen Einfluss. Es geht also nicht nur darum die Kunden zufriedenzustellen, die die Regeln kennen; es geht vor allem darum, den Kunden nicht unangenehm aufzufallen.
  10. Rolling Stone
    Wer rastet, der rostet. Halte dich über News auf dem Laufenden, bilde dich weiter, interessiere dich für das, was du tust. Auch wenn dein Arbeitgeber dies nicht explizit fordert. Es verschafft dir Selbstbewusstsein; sorgt dafür, dass du einen besseren Job machen kannst – und es ist eine wichtige Investition in deine Zukunft.

Klingt eigentlich alles recht einfach. Aber die Praxis zeigt: Es ist nicht einfach. Besonders für das Management gilt: Das Team schulen, motivieren, mit gutem Beispiel vorran gehen – und natürlich kontrollieren, ob das Team die Latte auch über einen längeren Zeitraum hochhalten kann. Es kostet Zeit, Schweiß, Nerven – aber es lohnt sich, versprochen!

Eine Marke entwickeln

March 21st, 2010

Ein toller Name, ein cooles Logo, attraktives Marketing, ein geniales, vielleicht sogar einzigartiges Produkt – das sind alles gute Vorraussetzungen für ein erfolgreiches Geschäft, aber es ist nicht der Schlüssel zur Entwicklung einer Marke.

Diese Veröffentlichung von dachmarke.de beschreibt an vielen Praxisbeispielen, was die großen Marken so erfolgreich gemacht hat: Sie haben eine “Marke” in den Köpfen der Menschen gesetzt.

Light Cola – Jeder denkt sofort an Coca Cola, auch wenn es zig andere light-Nachfolger im Softdrink-Segment gab. Von denen hat übrigens auch keiner Erfolg gehabt. Der Absatz von Pepsi light ist lächerlich im Vergleich zum Absatz von Coca Cola light. Weil sie die ersten waren. Ihnen gehört die Marke “Light Cola” in unseren Köpfen.
Aber es  muss nicht immer gleich ein neues Produkt sein – manchmal reicht auch ein einziges Wort. In den 60er Jahren war HB die führende Zigaretten-Marke Deutschlands. Weil sie das Wort “Genuss” in ihre Werbung aufgenommen hatten. In einer Zeit, in der dieses Wort noch nicht von jedem x-beliebigen Produkt ausgelutscht war, und die Menschen – nach den schrecklichen Kriegszeiten – großes Begehren nach “Genuss” hatten, hat dieses eine Wort HB zum Absatz-Olymp geführt.

Gleichzeitig zu den vielen erfolgreichen Beispielen dieser “Marken”-Strategie werden auch Fälle aufgezeigt, in denen eigentlich erfolgreiche Marken ganz schön auf die Nase gefallen sind, weil sie von ihrer Originalität abgesehen haben.
Hier wird z.B. die Marke Milka analysiert. Milka war Marktführer für Riegelschokolade. Und auch heute ist es noch so: Wenn man an Riegelschokolade denkt, denkt man an Milka. Aber Milka wollte mehr. Neue Produkte mussten her. “Milka Lila Pause” floppte total – man konnte gegen die Herrscher im Riegelbereich, wie Mars, Milky Way oder Snickers, einfach nicht bestehen. Wie auch? Also kam “Milka Milkinis” auf den Markt. Schokolade für Kinder. An wen denkst du, wenn du das hörst? Genau! Nicht an Milka.
Und so floppten auch die Milkinis. Und die Schokolade mit Alkohol-haltiger Füllung. Denn die gab es auch schon.

Einzigartig sein. Und wenn es auch nur ein einzigartiges Wort oder ein einzigartiges Mission Statement ist, dass sich in den Köpfen manifestiert. Es funktioniert. Auch heute noch. Beispiel gefällig? “Shampoo in Friseur-Qualität zum Vorteilspreis im Drogerie-Markt”. Klingelt’s? In 100 Jahren Shampoo-Geschichte haben wir alles gesehen: Shampoo für langes, kurzes, gefärbtes, blondes, braunes, gelocktes, glattes, stumpfes Haar – aber auf diesen einen Satz war noch keiner gekommen. Syoss hat übrigens kürzlich den Marken Award 2010 in der Kategorie “Bestes neues Produkt” gewonnen. Ist es wirklich das so tolle und auch noch so günstige Shampoo, auf das wir alle sehnlichst gewartet haben? Wohl kaum.

Wenn du eine Marke entwickeln willst, wirb nicht damit, dass dein Produkt Wäsche weißer wäscht als andere. Wirb nicht damit, dass du tollen Kundenservice bietest. Oder ein tolles Preis-/Leistungsverhältnis hast. Lass dir was Neues einfallen.