Ein toller Name, ein cooles Logo, attraktives Marketing, ein geniales, vielleicht sogar einzigartiges Produkt – das sind alles gute Vorraussetzungen für ein erfolgreiches Geschäft, aber es ist nicht der Schlüssel zur Entwicklung einer Marke.
Diese Veröffentlichung von dachmarke.de beschreibt an vielen Praxisbeispielen, was die großen Marken so erfolgreich gemacht hat: Sie haben eine “Marke” in den Köpfen der Menschen gesetzt.
Light Cola – Jeder denkt sofort an Coca Cola, auch wenn es zig andere light-Nachfolger im Softdrink-Segment gab. Von denen hat übrigens auch keiner Erfolg gehabt. Der Absatz von Pepsi light ist lächerlich im Vergleich zum Absatz von Coca Cola light. Weil sie die ersten waren. Ihnen gehört die Marke “Light Cola” in unseren Köpfen.
Aber es muss nicht immer gleich ein neues Produkt sein – manchmal reicht auch ein einziges Wort. In den 60er Jahren war HB die führende Zigaretten-Marke Deutschlands. Weil sie das Wort “Genuss” in ihre Werbung aufgenommen hatten. In einer Zeit, in der dieses Wort noch nicht von jedem x-beliebigen Produkt ausgelutscht war, und die Menschen – nach den schrecklichen Kriegszeiten – großes Begehren nach “Genuss” hatten, hat dieses eine Wort HB zum Absatz-Olymp geführt.
Gleichzeitig zu den vielen erfolgreichen Beispielen dieser “Marken”-Strategie werden auch Fälle aufgezeigt, in denen eigentlich erfolgreiche Marken ganz schön auf die Nase gefallen sind, weil sie von ihrer Originalität abgesehen haben.
Hier wird z.B. die Marke Milka analysiert. Milka war Marktführer für Riegelschokolade. Und auch heute ist es noch so: Wenn man an Riegelschokolade denkt, denkt man an Milka. Aber Milka wollte mehr. Neue Produkte mussten her. “Milka Lila Pause” floppte total – man konnte gegen die Herrscher im Riegelbereich, wie Mars, Milky Way oder Snickers, einfach nicht bestehen. Wie auch? Also kam “Milka Milkinis” auf den Markt. Schokolade für Kinder. An wen denkst du, wenn du das hörst? Genau! Nicht an Milka.
Und so floppten auch die Milkinis. Und die Schokolade mit Alkohol-haltiger Füllung. Denn die gab es auch schon.
Einzigartig sein. Und wenn es auch nur ein einzigartiges Wort oder ein einzigartiges Mission Statement ist, dass sich in den Köpfen manifestiert. Es funktioniert. Auch heute noch. Beispiel gefällig? “Shampoo in Friseur-Qualität zum Vorteilspreis im Drogerie-Markt”. Klingelt’s? In 100 Jahren Shampoo-Geschichte haben wir alles gesehen: Shampoo für langes, kurzes, gefärbtes, blondes, braunes, gelocktes, glattes, stumpfes Haar – aber auf diesen einen Satz war noch keiner gekommen. Syoss hat übrigens kürzlich den Marken Award 2010 in der Kategorie “Bestes neues Produkt” gewonnen. Ist es wirklich das so tolle und auch noch so günstige Shampoo, auf das wir alle sehnlichst gewartet haben? Wohl kaum.
Wenn du eine Marke entwickeln willst, wirb nicht damit, dass dein Produkt Wäsche weißer wäscht als andere. Wirb nicht damit, dass du tollen Kundenservice bietest. Oder ein tolles Preis-/Leistungsverhältnis hast. Lass dir was Neues einfallen.
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