“Verlierer sind die wahren Gewinner. <> Gewinner sind auch Gewinner. Du kannst ihnen diesen Titel nicht wegnehmen, sie haben ja schließlich gewonnen.” Arthur Spooner, King of Queens (TV)
Und deshalb habe ich mir mal die Erfolgsstorys diverser Top Player aus allen möglichen Bereichen angeschaut. Die haben schließlich auch gewonnen. Und ich habe ein paar echte Schätze an Business Tipps gefunden, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
Amazon
* Kleine Teams (8 bis 10 Leute) die schnelle Kommunikationswege haben; denen Verantwortung für ihr Feld übertragen wird und die ermächtigt werden, ihre Aufgaben nach ihrem Verständnis zu bewältigen (“Innovation kommt von der Basis” – die Menschen, die das Problem am besten kennen haben die besten Chancen, es zu lösen).
* Verständnis: Unternehmen, die Innovationen hervorbringen möchten, müssen ein wenig “Chaos” akzeptieren können. Gefolgschaft und Gehorsam stehen der Innovation im Weg.
* Bei Bewerbungsgesprächen zählt vor allem Enthusiasmus, dann Kreativität und Kompetenz.
Red Bull
* Ausgefeiltes, zielgruppenorientiertes und intensives Marketing (2005 wurde ein Drittel des Umsatzes in Marketing und Sponsoring investiert)
* Ausgegeben wird nur, was eingenommen wurde: Die Firma Red Bull hat keine Bankverbindlichkeiten.
MAC Cosmetics
* Marketing Tool: Zufriedene Kunden. Kaum ein Make Up-Unternehmen gibt so wenig Geld für Werbung aus wie MAC.
* Streben nach Erstklassigkeit: Die Produkte wurden ursprünglich für Visagisten erstellt; durch die hohe Qualität fanden sich schnell Anhänger auch außerhalb der Profi-Branche
* “Make up for everybody” – es gibt keine Zielgruppenorientierung im Produktionsprozess.
IKEA
* “Be a little bit weird.” Ikea scheut sich nicht, die Etikette zu verletzten, und mit einer Portion Selbstironie und Witz aufzutreten. Zudem hat das Möbelhaus Traditionen gebrochen: “Möbel zum Selbstaufbau” – daran hatte sich vor Ingvar Kamprad niemand getraut.
Staples
* Aus eigener Not eine Marktlücke entdecken und nutzen: Staples-Gründer Tom Stemberg hatte Probleme, schnellen Ersatz für ein Drucker-Farbband zu finden. Schon 1 Jahr später eröffnete er den ersten “Megastore” für Büromaterial. Das war 1986. Heute gibt es über 1.600 Filialen auf der ganzen Welt.
* Den hohen Einfluss von gutem Kundenservice erkennen und “Spielregeln” festlegen.
Motel One
* Motto: “Viel Design für wenig Geld”
* Erstklassige, innerstädtische Standorte
* “So viel wie möglich für kleinen Preis bieten”: Doppelbetten als Standard, Getränkeautomat statt Barpersonal, kostenfreies W-Lan, etc.
Burger King
* Durch ein einfaches Rezept gegen den übermächtig erscheinenden Konkurrent antreten: Mach alles anders! Knusprige statt fettige Pommes, flammengegrilltes statt gebratenes Fleisch, “Hausgemachter Geschmack” statt typischer Fast Food-Geschmack – kaum ein “Unternehmerwettkampf” zwischen zwei Konzernen polarisiert so sehr wie dieser.
Otto
* Während die anderen Versandhäuser noch schliefen, wurde bei Otto schon der Online-Shop eingeweiht – und stetig ausgebaut. Zoom-Funktion, Rundumansicht, Runway-Videos – Otto hat in Sachen Online Distribution neue Maßstäbe gesetzt. 10 Jahre später: Der große (schlafende) Konkurrent ist weg, Otto ist die ungeschlagene Nr. 1.
Welche dieser Strategien sind auch branchenübergreifend sinnvoll? Gibt es Strategien, die bei anderen Firmen böse “nach hinten losgehen” könnten? Ich freue mich über Kommentare und Ergänzungen!
Tags: Business, Global, Management
Hey Judith,
schöner kurzweiliger Artikel, ich freue mich schon jetzt auf (die hoffentlich kommende) Fortsetzung
Bei Red Bull zeigt sich durch “ausgegeben wird nur, was reingekommen ist” schön, dass sie nunmal ein Produkt haben das eigentlich nix kostet, sie dieses aber in den kleinen Döschen wortwörtlich versilbern. Firmen, die erstmal in Forschung & Co. investieren müssen (z.B. MAC Cosmetics) können so natürlich nicht an den Start gehen. Aber ist natürlich nicht negativ, im Gegenteil, es ist perfekt. Ich habe früher oft in Fuschl am See (Red Bull Sitz) Urlaub gemacht, man was war das mal für eine kleine Firma – schon verrückt wie sich sowas entwickeln kann.
Liebe Grüße
Nikolai
Hallo Nikolai,
vielen lieben Dank für deinen Kommentar!
Ich finde das Unternehmen Red Bull auch sehr bemerkenswert. Schließlich handelt es sich hier um ein Produkt, das kein Mensch wirklich braucht (3 Tassen Kaffee täten es auch), das wenn man mal ehrlich ist nicht wirklich gut schmeckt und richtig teuer ist. Und trotzdem ist Red Bull zu einem Multimillionen-Unternehmen aufgestiegen. Einer der Schlüsselpunkte des Erfolges ist sicherlich der vermittelte “Lifestyle”. Das lässt sich an den Promotions gut erkennen. Flugshows, Schnellboot-Rennen, die “Red Bull Polizei” auf der FIBO – man muss die Marke einfach cool finden.