Ich hasse schlechte Übersetzungen!

Ich habe am Wochenende meine Eltern besucht und hatte so seit langem mal wieder Zugang zum TV. Und ich muss sagen: Ich vermisse nichts. Wenn zwischen “Assis ins Wohnzimmer gucken”, “Kochprofis ohne Profis”, “Kassenwart-TV” (Achtung Kontrolle! und Co.) und “Nachrichtensendungen” wie Taff und Prominent überhaupt mal was Guckbares läuft, schaffen die es doch tatsächlich, mir mit schlechten Übersetzungen auch hier die Laune zu verderben. Dabei am erschütterndsten: Übersetzungen, die nichts mehr mit dem Original zu tun haben, weil man sein Publikum offensichtlich für Vollidioten hält. So gesehen bei der “Big Bang Theory”: Sheldon meckert über jede Tradition, die Weihnachten zu bieten hat, worauf der jüdische Howard im Original kommentiert: “Last Chanuka he screamed at me for 8 nights!” Und was machen die Übersetzer daraus: “Letztes Jahr hat er mich 2 Wochen angeschrien”. Mal abgesehen davon, dass das überhaupt nicht witzig ist, was für eine Sitcom ja irgendwie unvorteilhaft ist: Trauen die uns wirklich nicht zu zu wissen, was Hanuka ist? Oder wenigstens Google zu benutzen? Und ich werde “Hanuka” Teufel noch mal nicht verwiki-linken; ich traue dir, verehrtem Leser zu, das selbst zu schaffen. :-*
Ausgerechnet bei einer solchen Serie… im Original zumindest merklich anspruchsvoller als der Durchschnitts-Kram der so läuft, aber im Deutschen brav für die Minderbemittelten zusammen gerotzt.

Bei Santanas US-Serien Blog wurde das Thema schonmal angesprochen, und ja, auch schlecht gewählte Synchronstimmen können das Serienerlebnis echt versauen. Ich sage nur Friends. Unguckbar in der deutschen Fassung. Oder bei Scrubs, wo die Schreiber manchmal einfach null Kreativität zeigen, bestimmte Handlungen anzupassen. Traurig traurig. Und wenn man dann noch hört, dass Prosieben/Sat1 über Bezahlfernsehen nachdenkt – wer zahlt denn für so etwas?

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