Archive for November, 2009

Die Zukunft: Segen? Fluch? Beides?

Wednesday, November 25th, 2009

Wie wird unser Leben aussehen in 20, 40, 60 Jahren? Wie werden wir leben, wo werden wir leben, wie lange werden wir leben?

Fälschlicherweise denken wir oft “Die Zukunft ist jetzt”. Unsere jetzige Situation, Gesellschaft und Welt – SO werden wir unser Leben leben. Dabei vergessen wir oft, dass viele ganz fundamentale Bausteine unserer Zeit recht späte Errungenschaften unserer Geschichte sind. Darwins The Orgin of Species zum Beispiel ist erst im Jahre 1859 veröffentlicht wurden. Eigentlich unfassbar: Vor 150 Jahren war der Begriff “Evolution” noch garnicht erfunden; die Beweisführung lag selbst mit Darwins Werk noch in den Kinderschuhen. Die Rassentrennung ist in Amerika erst in den späten 60ern, in Südafrika erst 1990 abgeschafft worden. Ganz abgesehen davon, dass in so vielen Köpfen der Grundgedanke, dass verschiedene Rassen und/oder Religionen nicht friedlich miteinander leben können, immernoch manifestiert ist. Werden sich so unfassbar menschenverachtende Szenarien wie die Teilung Deutschlands, das 3. Reich oder Hiroshima wiederholen? Das Frauenwahlrecht wurde im Kanton Appenzell Innerrhoden (Gliedstaat der Schweiz) erst 1990 eingeführt. Schweiz, meine lieben Leser, nicht Takatuka-Land!

Betrachten wir die Geschichte der Menschheit ist es eigentlich unmöglich, dass wir uns aus derselben Welt verabschieden werden, in die wir hinein geboren wurden. Die Frage ist also nicht, ob sich etwas ändern wird, die Frage ist: Was wird sich verändern?

Werden wir als Welt näher aneinander rücken, oder werden wir uns gar noch mehr von unseren Mitmenschen entfernen? Wie wird unser Weltbild in den nächsten Jahren aussehen? Wird es geprägt sein von mehr Toleranz, Verständnis und Miteinander, oder werden die Kluften zwischen uns noch größer? Werden wir als Gesellschaft an einer besseren Welt arbeiten? Wollen wir diese bessere Welt für alle Menschen erschaffen, oder eben doch “nur für uns”? Oder werden wir alles nur noch schlimmer machen? Und werden wir überhaupt erkennen, das wir die Welt besser oder schlechter gemacht haben?

Werden wir erleben wie jemand, ähnlich wie Darwin oder Kepler, unser Weltbild für immer verändern wird?  Für welche bahnbrechenden Errungenschaften wie damals von Dalton oder Blalock und Thomas werden wir Zeuge sein? Werden wir etwas ähnlich Spektakuläres erleben wie die Mondlandung oder die Erfindung der Dampfmaschine? Und werden uns diese Errungenschaften positiv oder negativ beeinflussen?

Mein ganzes Weltbild baut sich auf auf dem Glauben auf, dass alle Menschen gleich sind. Das Gewalt, Hass, Intoleranz und Bildungsmangel alles Ergebnisse unserer Gesellschaft sind. Werde ich es verkraften können, wenn irgendein Molekularbiologe auf einmal das Gegenteil beweist? Wird die Welt das verkraften können? Wird die zwangsläufig daraus resultierende “Selektion” den Anfang vom Ende für die Menschheit einläuten? Oder wird die Welt so vielleicht auf einmal viel fairer, weil es eben nicht mehr auf Nebensächlichkeiten wie Herkunft und sozialen Status ankommen wird?
Die Zukunft – Ich finde nichts so erschreckend und so faszinierend zugleich.

Wie stellt ihr euch unsere Zukunft vor? Wie wünscht ihr euch eure Zukunft?
Ich freue mich sehr auf eure Kommentare!

Kanton Appenzell Innerrhoden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Jetzt haben sie das Spazierengehen für sich entdeckt!

Monday, November 23rd, 2009

Was bei Mario Barth nicht nur lustig, sondern auch sehr bemitleidenswert klingt, kann in der Praxis durchaus positive Vorzüge mit sich bringen.

Nachdem ich die letzten Tage fast nonstop vorm Rechner gehangen habe und sogar das Wochenende spuren- und bedeutungslos an mir vorbei gezogen ist, hab ich mich gerade vor die Tür getraut. Ab in die warmen Stiefel, Wintermantel an und ab Richtung Park. Die Luft war toll, der Wind hat mir mächtig um die Ohren gepfiffen und ich bin einfach mal ne halbe Stunde so vor mich hin gelaufen.
Pünktlich als ich zurück war begann der Regen, und jetzt sitze ich mit einer Kanne Tee und in eine Decke gehüllt auf meiner Couch, während es langsam dunkel wird und der Regen an die Scheibe prasselt. Himmlisch!

Ab und zu muss man sich einfach eine Pause gönnen. Wäre ich die Stunde vor dem Rechner sitzen geblieben, wäre ich jetzt sicher auch nicht weiter. Man kann den Kopf halt nur bedingt zur Arbeit zwingen.

Das ist schon komisch mit dem Home Office; wenn ich tagsüber nicht meine “8 Stunden” aussitze bekomme ich ein schlechtes Gewissen – sitze ich nachts um 1 Uhr noch vor dem Rechner habe ich aber gegenüber der “Privat Judith” kein schlechtes Gewissen. Daran muss ich echt immernoch arbeiten…

Achtung Suchtgefahr!

Saturday, November 21st, 2009

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen wertvollen Schatz öffentlich machen soll… Aber ich will ja helfen, ein wenig Glück und Freude in die Welt zu tragen. ;-)

Die weltbesten Cupcakes ever:
Chocolate Cupcakes with Cheesecake Frosting

Ganz amerikanisch und passend zum Cupcake werden die Mengen in “Cups” (= Tassen) definiert; während die Amis tatsächlich Plastikbecher in zig Größen verwenden, habe ich einfach ein 0,2l Glas genommen und entsprechen nur halb oder zu drei Vierteln gefüllt.
Neben den Zutaten braucht man auch (mind.) eine Muffinform, sowie eine entsprechende Anzahl Papierförmchen. Bei mir hat die Menge ca. 30 Stück ergeben.

Zutaten Cupcakes:

  • 2 Cups Mehl
  • 2 Cups brauner Zucker
  • 3/4 Cup Kakao Pulver
  • 2 Teelöffel Natron
  • 2 Eier
  • 1 Teelöffel Salz
  • 3/4 Cup Milch
  • 3/4 Cup Sahne
  • 1 Cup Rapsöl
  • 2 Päckchen Vanille Zucker
  • 1 Cup kochendes Wasser

Ofen auf 140°c vorheizen. Zucker mit heißem Wasser verrühren, so dass sich der Zucker löst. Mehl, Kakao, Salz, Natron, Vanille Zucker, Öl, Milch, Sahne und Eier in eine große Schüssel füllen und mit dem Mixer sorgfältig vermengen. Zuckersirup zufügen und nochmals gut rühren. In die Formen füllen, so dass ca. 1 cm Rand übersteht, und auf mittlerer Schiene backen. Nach ca. 18 Minuten mit einem Holzstäbchen prüfen. Bleibt es sauber, sind die Cupcakes fertig. Auskühlen lassen!

Zutaten Frosting:

  • 230g Frischkäse
  • 125g Butter (Raumtemperatur)
  • 1 Vanille-Schote
  • 1 3/4 Cups Puderzucker
  • 1/4 Cup Sahne

Die Butter darf nicht mehr kalt sein, da sich sonst Klümpchen bilden. Die Vanille-Schote auskratzen und das Mark mit dem Frischkäse und der Butter vorsichtig mixen und  Sahne und Puderzucker gleichmäßig unterrühren. Ca. 2 Minuten schlagen, bis die Masse cremig und luftig ist.
Masse auf die Cupcakes aufstreichen oder mit einer Spritztülle auftragen und ca. 30 Minuten im Kühlschrank lagern.

Und dann: Zurück lehnen und einfach genießen! :-)

Du musst wenigstens besser sein als dein Kunde

Friday, November 20th, 2009

Dieser Post schließt sich fast an den Vorherigen an. Aber keine Angst, es gibt nicht nur das Frisör-Beispiel! :-) Aber weil es sich hier als überbrückende Einleitung so eignet, fange ich damit mal an.

Bis auf das Haare schneiden mache ich alles,  was ich früher beim Frisör habe machen lassen, wie Färben, Augenbrauen zupfen und färben, oder auch mal eine Hochsteckfrisur, selber. Die pure Verzweiflung hat mich dorthin getrieben, und nun kann ich das alles so gut, dass ich kaum noch Frisöre finde, die mich mit ihrem Werk beeindrucken können. Ganz schön traurig, wenn man bedenkt, dass der Kunde durchschnittlich € 60 pro Stunde für dieses “Handwerk” zahlen soll.

Solche Situationen wecken manchmal den tief schlummernden Erschaffer in uns.
Und das kann man doch auf unendliche viele Dienstleistungsbereiche anwenden:
- Ich fühle mich in meinem Fitnessstudio nicht betreut und denke mir “Na dann kann ich ja auch joggen gehen – spart mir Zeit und Geld”.
- Ich habe mir im Copy Shop irre teure Visitenkarten drucken lassen, die so schief gestanzt wurden und so jämmerlich aussehen, dass ich die jetzt lieber selber drucke.
- Die Croissants beim Bäcker schmecken wie Isolierwolle und sollen € 1,25 das Stück kosten, obwohl ein Paket Blätterteig (für 4 Stück) für unter € 1 zu haben ist.
- Die Fotos vom Fotografen, für die ich -ohne Entwickeln!- € 50 bezahlt habe sehen so laienhaft aus, dass das ab jetzt mein Freund mit der Digicam übernimmt. Mit einem Bettlaken und GIMP sieht das Ganze sogar richtig ordentlich aus.

Und ich könnte noch ewig so weiter machen!

Halbherzige Dienstleistungen kann man sich heute nicht mehr teuer bezahlen lassen. Die Zukunft wird euch einholen meine Lieben, und euch ordentlich ins Gesicht spucken. Alleine durch das Internet kannst du deinem Kunden heute kein X mehr für ein U vormachen – der kann _alles_ nachlesen! Inzwischen müssen sich sogar Herzchirurgen regelmäßig Fachwörter von ihren Patienten um die Ohren hauen lassen – es ist ja alles nur einen Klick entfernt. Technik ist gut und günstig wie nie zuvor, “basteln” und “rumschrauben” wird wieder in…
Wer nicht spätestens jetzt auf “Dienst” und “Leistung” umschwenkt, wird gnadenlos vom Markt gefegt werden.

Marktpositionierung: Ja bitte wo denn?

Friday, November 20th, 2009

Ich nehme hier mal wieder mein beliebtes Beispiel Frisör, denn da muss jeder mal hin. Aus meiner Sicht gibt es für einen Frisörbetrieb diese generellen Positionierungsmöglichkeiten:

Low Budget
Frisierplatz reiht sich an Frisierplatz, es geht ein wenig chaotisch zu, schnelle Kundenabfertigung. Bei € 20 für einen Damenschnitt auch durchaus zumutbar. Standards wie Fönen, Frisieren oder ne Haarkur werden (gegen Aufpreis) angeboten.

Standard
Klingt ein wenig negativ, muss es aber nicht sein. Manchmal ist es besser die einfachen Dinge richtig zu können als tausend Dinge halbherzig zu machen. Wer also ein paar nette Extras beherrscht oder anbietet, wie z.B. kostenlosen Kaffee, Hochsteckfrisuren und ein gewisses Maß an Kundenservice, kann sich schnell einen Kundenstamm aufbauen, der auch gerne mehr zahlt.

High Class
Prosecco, Haarkur, Augenmassage? Wer das Dreifache für einen Haarschnitt bezahlt, kann auch einen entsprechend höheren Mehrwert erwarten. Eine zusätzliche Servicekraft, die ausschließlich für die Betreuung der Kunden und evtl. dem lupenreinen Auftritt des Geschäfts zuständig ist, ist meiner Meinung nach existenziell.

Und was macht der Durchschnitts-Frisör?
Der pickt sich die gewinnbringendsten, billigsten und einfachsten Punkte aus allen 3 Möglichkeiten raus!
Übrig bleibt:

  • Frisierplatz reiht sich an Frisierplatz
  • Es geht chaotisch zu
  • Schnelle Kundenabfertigung
  • Jeder Mist muss extra bezahlt werden
  • Das Angebot ist begrenzt
  • Es gibt höchstens Kaffee kostenlos, und auch nur, wenn lange Wartezeiten entstehen
  • und das Personal guckt dich kaum mit dem A**** an, wenn du rein kommst.

Und das alles dann aber bitte für den dreifachen Wert, der für diese Abfertigung angemessen wäre. Schließlich sind die Sperrholz-Möbel recht nett anzusehen, und man bietet tolle Wella-Produkte an. (Fast) Ein echter High Class Laden eben!!1!

Auf der Meckenheimer Hauptstraße gibt es 6 Frisörgeschäfte auf einer Länge von so 300 m – wie das überhaupt funktioniert ist mir schleierhaft. Wir sind hier ja nicht in Manhatten. Bei 3 von denen war ich jetzt schon, und von denen sieht mich keiner wieder. Ich würde sowohl zu einem High Class Laden als auch so einem Low Budget Geschäft gehen – so lange sie das was sie machen richtig machen, bin ich für alle Richtungen offen. Ich ahne aber nichts gutes – hat halt einen Grund, dass ich die verbleibenden 3 nicht zuerst aufgesucht habe. Und da ich in Bonn alle kenne und keinen schätze wird es wohl oder übel darauf hinaus laufen, dass ich eine Bekannte (und sehr talentierte Frisörin) bezahle 2 x 50 km zu fahren, um meine Haare zu schneiden.
Schon irgendwie traurig, oder?

Yoga – It’s awesome!

Wednesday, November 11th, 2009

3 gute Gründe Yoga zu machen:

  1. Es trainiert _wirklich_ den ganzen Körper
    Ich kann mich erinnern, dass ich anfangs sogar in den Daumen, neben dem Knöchel und am Kinn Muskelkater hatte – Yoga trainiert wirklich _den ganzen Körper_.
  2. Die totale Entspannung
    Der totale “Wow”-Effekt kam bei mir nach einer Bodybalance-Stunde mit Les Mills NT Anna Wasser bei einem Superquarterly vor ein paar Jahren. Nach 3 oder 4 anstrengenden Convention-Tagen war bei uns echt die Luft raus, aber ich wollte wenigstens eine Masterclass mitgemacht haben. Während der von Anna “moderierten” Meditation am Schluss bin ich weggezogen als wäre ich in ein Koma gefallen – und im Anschluss, nach dem “Aufwecken” hätte ich wirklich Bäume ausreißen können. Yoga ist ein Kurzurlaub für Körper und Seele!
  3. Ein ganz neues Körper-Gefühl
    Schon nach kurzer Zeit ändert sich dein ganzes Körper-Gefühl. Du bewegst dich fließender, schwungvoller, sicherer. Ganz automatisch fühlst du dich wohler in deinem “Tempel”.

Und noch ein super Extra für die Mädels: Yoga formt den Körper in einer Weise, die besonders für Frauen sehr attraktiv ist: Die Figur wird straff und knackig, und bleibt dabei trotzdem sehr weiblich. Gepaart mit Ausdauertraining wie Joggen und Indoor Cycling und natürlich einer gewissen Portion Motivation und Geduld steht einem Katzenkörper a la Jennifer Aniston oder Jessica Alba nichts mehr im Weg! :-)

Hier bei The Chive ist eine wundervolle Übersicht über ein paar wichtige Yoga-Übungen (Asanas), die sich leicht in den Alltag integrieren lassen. *g* Enjoy!