Fitnessstudio und Webauftritt – Was ist wichtig?

Hallo zusammen,

entschuldigt meine drastische Wortwahl, aber ich stolpere immer wieder über Webauftritte von Studios, die wirklich erbärmlich sind. Und da dachte ich mir, ich schreibe mal ein paar Punkte auf, die mir existenziell erscheinen.

Informationen
Kurz, präzise und doch vollständig, verständlich und _werbewirksam_.
Ein Beispiel, dass ich schon hunderte von Malen gesehen habe:
“BODYPUMP – Kraft- und Ausdauertraining mit einer Langhantel”
Warum sagt ihr euren Kunden nicht, dass es sich um ein weltweit verbreitetes Programm handelt, an dessen Entwicklung ein riesen Team an Trainern und Sportmedizinern beteiligt ist? Dass wöchentlich 1,5 Mio. Menschen an diesem Kurs teilnehmen? Wie soll ein normaler Interessent das wissen?
So ein Webauftritt, wenn er auch nur irgendwie vorteilhaft sein soll, lässt sich nicht “mal so eben” dahinkritzeln; man muss schon ein wenig Zeit investieren.

Übersicht
Je weniger Klicks der Kunde braucht, um zu den von ihm gewünschten Informationen zu kommen, desto besser. Macht nicht den Fehler, alles und Jeden in irgendeine Kategorie unterzuordnen. Anfragen, die immer wieder gestellt werden, sollten direkt von der Homepage erreichbar sein, z.B. der Kursplan, die Öffnungszeiten und die Kontaktdaten. Schaut euch unbedingt mal andere Webseiten an, nicht nur aus der Fitness-Branche! Webseiten können heute ganz anders aussehen als das typische Webseiten-Layout. Lasst eure Phantasie spielen, alles ist erlaubt! :-)

Wer seid ihr denn überhaupt?
Teamvorstellung – finde ich super wichtig. Schon ein Blick auf das Foto und den Namen ein Person, bestenfalls ergänzt mit Angaben zu Tätigkeit und Hobbys, knüpfen soziale Bindung – ob man will oder nicht! Nutzt das aus!!

Sauber machen!
Wenn man die ein oder andere Webseite sieht, kann man fast schon den Staub darauf riechen. Ihr müsst in Bewegung bleiben, auch im Netz! Und wenn es nur ein News-Post ist oder eine kleine Sammlung Trainingstipps, die sich regelmäßig erweitert – zeigt den Menschen, dass bei euch was los ist!

Ich hoffe, hier waren ein paar nützliche Tipps dabei, die den ein oder anderen zumindest ins Grübeln versetzen, wie man den eigenen Webauftritt aus- oder umbauen kann. Ich freue mich über Kommentare und Diskussions-Anstöße.

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5 Responses to “Fitnessstudio und Webauftritt – Was ist wichtig?”

  1. Nikolai says:

    Ein sehr schöner Beitrag, der mir aus der Seele spricht. Ergänzen könnte man z.B.: Macht Euch die Mühe und lasst ordentliche Fotos erstellen. Es ist einfach schade, wenn das ganze Marketing passt, aber die Fotos in der Dämmerung mit der Digicam für 99 EUR zwischen Tür und Angel gemacht wurden und der Club entsprechend nach düsterer Klitsche aussieht. Gute Fotos reichen meist mehrere Jahre für zig verschiedene On- und Offline-Werbemittel, da kann man wirklich mal ein paar Euro dafür in die Hand nehmen. Speziell für die Website ist auch sehr zu empfehlen: Bietet Mehrwerte! Nicht nur die Werbung 1:1 im Web adaptieren, sondern nutzt das Web als das was es besonders gut kann: Informieren. Fitnessstudio-Neulinge verlieren die Scheu sich zu melden wenn Sie sich auf der Website gut informiert fühlen. Immer mehr Nutzer sind bereits mit dem Web aufgewachsen, diese erwarten umso mehr dass man sie auch entsprechend im Web ernst nimmt und informiert.

  2. admin says:

    Sehr schön ergänzt Nikolai, so mag ich das! :-)

    Und ich kann dir natürlich nur zustimmen – Bilder sagen mehr als tausend Worte! Es gibt ja auch schöne und zum Thema passende Bilder, deren Rechte man für ein paar Euro erwerben kann. Diese können die Fotos des eigenen Studios gut ergänzen. Aufpassen sollte man aber besonders bei Seiten, die Bilder angeblich kostenlos auch für gewerbliche Zwecke anbieten – irgendwo im Kleingedruckten steht dann, dass Fotograf, Firma und Link unter jedem Bild sein müssen. Macht man das nicht (weil man es ja nicht wusste), fliegen die Abmahnungen ins Haus.

    Die Ausrede “Das Internet wird ja nur von der jungen Generation genutzt” höre ich auch öfter. Mal abgesehen davon, dass das falsch ist: Was habt ihr denn gegen die “junge Generation”? Wollt ihr die unbedingt “aussperren”? Manche scheinen zu unterschätzen, wieviel Geld diese Generation zur Verfügung hat – und vor allem, wieviel sie davon bereit sind in ihren Lifestyle zu stecken.

  3. admin says:

    Mir ist glatt noch etwas eingefallen: PREISE.

    Leider veröffentlichen die wenigsten Studios ihre Mitgliedsbeiträge auf den Seiten. Und ich kann es nicht ändern – bei sowas geht immer mein Bullshit-Detektor an. Ausreden, die ich nicht gelten lasse, sind
    - versch. Preisstrukturen (der Fehler hat schon ganz andere vom Markt gefegt)
    - Der Konkurrenz verheimlichen (Sorry, wer ein Produkt verkaufen will kann das nur öffentlich tun!)
    Wenn mir nun also jemand mal einen guten Grund nennen könnte – mir fällt wirklich keiner ein!

  4. Nikolai says:

    Hallo Judith, das mit den Preisen ist ein Thema für sich. Es ist schon nachvollziehbar warum die Studiobetreiber größtenteils nach wie vor keine Preise auf Ihre Website stellen möchten. Der Gedanke dahinter ist: Preise sind auf den ersten Blick recht hoch (bspw. 50-80 EUR mtl.), Studioangebot und -betreuung rechtfertigen den Preis jedoch, der Interessent soll daher erstmal vorbeikommen, dann wird man ihn schon davon überzeugen können dass er einen entsprechenden monatlichen Obolus erbringen muss um sich das Komplettangebot zu sichern. Ist ja wie bei Autos, da steht auch bei BMW, Audi & Co. nicht auf der Startseite ein dicker “schon ab 35.000 EUR!!” drüber ;-) Wobei man die Preisliste einige Ebenen tiefer dann schon finden kann, teils jedoch mit einigen Hürden.
    Ich denke solange fast alle Studios keine Preise auf ihre Websites stellen funktioniert dieses Konzept auch halbwegs, je mehr allerdings dazu übergehen auch die Preise zu veröffentlichen, desto mehr geraten die anderen Clubs unter Druck, und in einigen Monaten bis wenigen Jahren wird es auch dort üblich sein die Preise auf der Website aufzuführen und zu argumentieren.

  5. Judith says:

    Hallo Nikolai,
    ich gebe dir recht, dass sich dies wohl langfristig ändern wird und mehr Studios ihre Beiträge auch auf den Webseiten veröffentlichen. Das hier dazu kein großer Banner auf der Startseite reinflashed, wie das bei vielen Discountern der Fall ist, versteht sich von selbst. Aber “irgendwo” möchte ich als Verbraucher die Preisstruktur erkennen, z.B. nach der Zusammenfassung der Leistungen, die mir das Studio bietet.
    Für mich sieht diese Heimlichtuerei, die man ja auch in vielen anderen Branchen findet, immer ein bisschen so aus, als würde das Unternehmen den Preis nicht mal vor sich selbst rechtfertigen können. Gute Produkte und gute Leistungen dürfen durchaus ihren Preis haben und es gibt zig Firmen, die ihre hohen Preise ohne Scheu in die Welt rufen und trotzdem (oder gerade deswegen) als erstklassig angesehen werden und viele Käufer in allen Altersgruppen haben. So kenne ich zig Mädels zwischen 16 und 60, die 30 Euro für einen Lidschattenpinsel ausgeben, weil es eben DER BESTE ist. Dieser ganze “Geiz ist geil”-Trend ist doch längst vorbei; die Leute wollen ihr sauer verdientes Geld in Qualität, nicht in Ramsch, stecken. Und gerade wenn man sich auf Qualität spezialisiert, darf man meiner Meinung nach seine Werbung nicht auf Discounter-Kunden ausrichten.
    Also von meiner Seite aus ein klares “Seid stolz auf euren Preis!” :-)